Der AStA der Universität Münster ruft zur Teilnahme am „March for Science“ am 14. April 2018 in Münster auf


Fakten werden angezweifelt, wissenschaftliche Erkenntnisse werden in Abrede gestellt, die Studierfreiheit wird minimiert. Dieser Trend ist nicht erst seit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten auf der politischen Agenda. Auch in Deutschland scheint es „en vogue“ zu sein, fundierte wissenschaftliche Arbeit einzuschränken. Zugangshürden zu Universitäten sind in der Diskussion, insbesondere in Nordrhein-Westfalen – mit den Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer*innen.
Die schwarz-gelbe Landesregierung hat ihren Wahlkampf im vergangenen Jahr maßgeblich mit den Themen „Bildung“ und „Freiheit“ bestritten. Ein offener, freier Austausch innerhalb der Universitäten scheint aber nun nicht Ziel der Bildungspolitik eben jener Landesregierung zu sein. Dies entnimmt man dem Eckpunktepapier zu einer Novellierung des Hochschulgesetzes. Darin findet sich die Wiederermöglichung von Anwesenheitspflichten, die massive Einschränkung studentischer Mitspracherechte innerhalb der Universität und die Fesselung Studierender an Studienverläufe. Freiheit bedeutet für die Landesregierung damit nicht Studierfreiheit, sondern umgekehrt die Freiheit für die Universitäten, Studierende von Partizipation auszuschließen. Der AStA der Universität Münster lehnt diese Pläne entschieden ab!
Im letzten Jahr konnte der AStA den „March for Science mit großem Erfolg in Münster ausrichten. Dieses Jahr steht die Veranstaltung für die Studierendenschaft ganz im Zeichen der neuen Pläne der Landesregierung. Gleichzeitig fordert der AStA die Universität Münster auf, Stellung zu beziehen.
Auch wenn die Universität die Studierendenschaft von den Planungen zum „March for Science“ ausgeschlossen hat, unterstützen wir die Veranstaltung als weltweite Bewegung für eine freie Wissenschaft. Indem sie keinen kritischen Redebeitrag beim „March for Science“ durch Vertreter*innen der Studierenden zulässt, knickt die Universität leider vor der Landesregierung ein. Der erst kürzlich zum Rektor des Jahres gekührte Prof. Dr. Johannes Wessels wünschte sich offensichtlich keine inhaltliche Beteiligung und forderte den AStA lediglich auf, Ordner*innen für die Kundgebung zu stellen. Das widerspricht in unseren Augen leider den Prinzipien des „March for Science“.
Weitere Informationen zum March for Science finden sich auf www.lasstmichdochdenken.ms und auf der Homepage des March for Science https://marchforscience.de/ . Ebenso steht das Referat für Öffentlichkeitsarbeit für weitere Informationen zur Verfügung.

"Lasst mich doch denken!"


„Dass Studierende ihr Studium selbstbestimmt, frei und offen gestalten können, sollte im 21. Jahrhundert eine Selbstverständlichkeit sein.“, sagt Liam Demmke, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im AStA der Universität Münster. Und: „Dass jedoch die schwarz-gelbe Landesregierung hart erstrittene Mitspracherechte und Freiheiten im Studium einschränken will, ist ein Skandal.“

Der AStA der Universiät Münster hat deshalb eine Kampagne ins Leben gerufen. Ihr Name: „Lasst mich doch denken!“ Der Slogan, der schon das Motto des im vergangenen Jahr vom AStA der Uni Münster organisierten „March for Science“ war, steht für den Kampf gegen den bildungspolitischen Rollback der schwarz-gelben Landesregierung.
Konkret bedeutet dieser Rollback: Eine Wiederermöglichung von Anwesenheitspflichten, verbindliche Studienverlaufspläne, die Abschaffung von studentischen Mitspracherechten. Kurz: Eine Entmündigung der Studierenden und die Ausweitung autoritärer Strukturen an den Hochschulen. All das findet sich im Eckpunktepapier zu einem neuen „Hochschulfreiheitsgesetz“.

„Um die Position des AStA der Uni Münster zu den Planungen der Landesregierung konkret zu machen, haben wir sie auf einer extra dafür erstellten Homepage zusammengefasst. Ihr können Studierende aus ganz NRW übersichtlich die wichtigsten Punkte in Text- und Videoform entnehmen“, so Liam Demmke. Die Homepage ist unter www.lasstmichdochdenken.ms erreichbar.

Der AStA der Uni Münster steht dabei ebenso in direktem, landesweiten Kontakt mit anderen Studierendenschaften. Der AStA der Universität Köln unterstützt bereits die „Lasst mich doch denen!“-Kampagne. Dazu Referent Liam Demmke: „Wir würden uns freuen, wenn wir weitere Studierendenschaften und Organisationen als Partner*innen im Kampf für die Studierfreiheit gewinnen können“.

Die Kampagne ist zunächst auf drei Monate ausgelegt. Auftakt ist dazu der diesjährige „March for Science“ am 14. April, zu dem der AStA aufruft. Als Abschluss ist eine Demonstration im Juli geplant. In der Zeit bis dahin soll es zahlreiche Veranstaltungen in Münster geben, die sich mit dem Thema beschäftigen.

Weitere Informationen zur Kampagne und eine Petition finden sich auf www.lasstmichdochdenken.ms und auf der Homepage des AStA. Ebenso steht das Referat für Öffentlichkeitsarbeit für weitere Informationen zur Verfügung.
 

Nachdem sich das Studierendenparlament der Universität Münster bereits vor einigen Monaten einen Beschluss gefasst hatte, lehnte der Senat der Universität Münster gestern (Mi, 24. Januar 2018) die von der schwarz-gelben Landesregierung vorgesehenen Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer*innen ab.

Der Beschluss lautet:
"Der Senat der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) hält ein Konzept von Studienbeiträgen für Studierende aus Nicht-EU-Ländern mit der Internationalisierungsstrategie der WWU für nicht vereinbar. Deshalb bittet der Senat der WWU die Landesregierung, auf die Einführung von Studienbeiträgen für Studierende aus Nicht-EU-Ländern zu verzichten."


Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) begrüßt diesen Beschluss. Annabell Kalsow aus dem AStA-Vorsitz sagt dazu:


Nach der Universität Köln ist dies nun die zweite Universität in Nordrhein-Westfalen, die sich gegen die Pläne der schwarz-gelben Landesregierung stellt. Dies zeigt, wie sehr die Ansichten über die Ausgestaltung von „weltbester Bildung“, wie im Wahlkampf angekündigt, divergieren.


Die schwarz-gelbe Landesregierung argumentiert bei vielen Plänen mit einem Mehr an Studierfreiheit. Die bisher bekannten Pläne zur Wiederzulassung von Anwesenheitspflichten und zur Wiedereinführung von Studiengebühren weisen dagegen genau in die entgegengesetzte Richtung, nämlich in Richtung Beschneidung der Vielfalt und Offenheit der NRW-Universitäten.
Der AStA wird sich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass die Hürden beim Zugang zu Bildung abgebaut werden und die Diversität an den Universitäten ermöglicht wird.

(Pressemitteilung)

Zusammen mit der Universität veranstaltete der AStA der Universität Münster am 10. Januar 2018 den "Tag der Lehre" zum Thema Diversity.

Hier einige Impressionen:

Auch die "Westfälischen Nachrichten" haben über den Tag der Lehre berichtet: http://www.wn.de/Muenster/3121443-Der-Tag-der-Lehre-AStA-Anwesenheitspflicht-bleibt-Thema

Nachdem sich der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Münster bereits vor zwei Wochen klar gegen eine Wiedereinführung von Anwesenheitspflichten ausgesprochen hat, beschloss nun das Studierendenparlament eine ähnliche Stellungnahme:
„Das Studierendenparlament der Universität Münster spricht sich gegen die von der aktuellen Wissenschaftsministerin angeregte Regelung zur Wiederermöglichung von Anwesenheitspflichten in klassischen Seminaren aus. Anwesenheitspflichten widersprechen dem Ideal eines selbstbestimmten Studiums und erschweren dieses gerade denen, die durch Berufstätigkeit, das Studium mit Kind oder ehrenamtliches Engagement bereits jetzt im Studienalltag benachteiligt sind. Das Studierendenparlament beauftragt den AStA mit einer öffentlichkeitswirksamen und kritischen Begleitung der Debatte rund um die Wiedereinführung von Anwesenheitspflichten. Das Rektorat und der Senat der Universität werden aufgefordert sich bei einer Ankündigung der Landesregierung zur vorliegenden Thematik zu den aktuellen Plänen derselben zu positionieren. Des Weiteren sind sie bei der Wiederzulassung von Anwesenheitspflichten an den einzelnen Hochschulen dazu aufgefordert, diese für die Universität Münster bereits vor Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes abzulehnen. Der AStA wird damit beauftragt sich mit den Asten anderer Hochschulen in NRW in Verbindung zu setzen und sich gemeinsam gegen eine mögliche Neuregelung zu positionieren.“
- Studierendenparlament der Universität Münster am 9. Oktober 2017


Der AStA der Uni Münster vernetzt sich nun mit den anderen Studierendenschaften in Nordrhein-Westfalen, damit wir uns geschlossen an die neue schwarz-gelbe Landesregierung wenden können.

28.9.2017

Im Folgenden lesen Sie die Stellungnahme des Allgemeinen Studierendenausschusses der Universität Münster zu den Presseberichtet, wonach das NRW-Wissenschaftsministerium die Wiedereinführung von Anwesenheitspflichten an den Universitäten plant.

SPIEGEL ONLINE schreibt am 28. September 2017 (http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/nrw-anwesenheitspflicht-fuer-uni-seminare-kommt-zurueck-a-1170303.html):
„Die Wissenschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen, Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos), kündigte knapp drei Monate nach ihrem Amtsantritt an, das Hochschulgesetz ihres Landes zu erneuern. Sie wolle den Wissenschaftsstandort NRW weiterentwickeln - "nicht aber gegen die Hochschulen oder über die Hochschulen hinweg".  Pfeiffer-Poensgen will etwa "das starre Verbot von Anwesenheitspflichten im klassischen Seminar abschaffen", wie sie in einer Rede am Mittwoch betonte. Hochschulen könnten "auch ohne solche Bevormundungen verantwortlich mit ihrer Freiheit umgehen" und könnten vor Ort selbst am besten entscheiden, was förderlich für sie sei. Damit sollen Unis wieder verlangen können, dass Studenten ihre Anwesenheit nachweisen, etwa in Unterschriftenlisten.“

Für den AStA der Universität Münster ist klar: Eine Aufhebung des Verbots von Anwesenheitspflichten kommt de facto einer Wiedereinführung gleich. In Nordrhein-Westfalen sind sie seit der rot-grünen Hochschulgesetznovelle Vergangenheit, doch jetzt will die schwarz-gelbe Landesregierung zurück in die Vergangenheit.
Es handelt sich um den Zwang, an einer Veranstaltung der Hochschule teilzunehmen. Es geht weder um aktive Beteiligung noch um eine kooperative Gestaltung von Lehrformaten, sondern schlicht um die Pflicht, physisch anwesend zu sein. Schon von 2009 hat sich die Kultusminister*innenkonferenz auf eine Abschaffung der Anwesenheitspflichten geeinigt, aber von vielen Ländern wurde sie nicht umgesetzt.
Die Wiedereinführung von Anwesenheitspflichten schränkt Studierende in ihrem Grundrecht auf Studierfreiheit ein! Zu hoffen, dass durch eine größere Anzahl an Studierenden in einer Veranstaltung eine kontroverse Debatte zustande komme, ist naiv. Die Studierenden goutieren vielmehr doch auch heute schon innovative Lehrkonzepte und von ihrem Stoff begeisterte Dozierende durch ihre freiwillige Präsenz. Durch engagierte Dozierende werden Studierende so auch heute schon zum akademischen Diskurs angeregt.
Das Studium lebt auch gerade von der Eigeninitiative, dem eigenständigem Denken und der Selbstverantwortung der Studierenden. Studierende und Lehrende sollten sich auf einer Ebene freier Individuen begegnen. Die akademische Freiheit gilt eben nicht nur für Professor*innen – vielmehr genießen auch Studierende den Schutz der Freiheit von Bildung und Forschung, der charakteristisch für das wissenschaftliche Studium ist.
Julian Engelmann, AStA-Vorsitzender, sagt deshalb: „Für den AStA der Uni Münster ist klar: Sollte die Anwesenheitspflicht wieder eingeführt werden, würde nicht die Bevormundung der Universitäten enden, sondern umgekehrt die Bevormundung der Studierenden beginnen. Die Anwesenheitspflicht ist ein eklatanter Verstoß gegen die Studierfreiheit, gegen den wir uns mit aller Kraft einsetzen! Wir rufen die Studierenden und die Universität auf, uns dabei zu unterstützen.“

 

Vormerken: Am 24. September ist Bundestagswahl!


Du weißt noch nicht, wen Du wählen sollst? Du möchtest Deine Kandierenden aus Münster kennenlernen?
Dazu bekommst Du am 13. September die Chance, im Schlosstheater in Münster!


Dieses politische Bildungsangebot Deines AStA gibt Unentschlossenen die Möglichkeit, sich ein Bild zu machen! Komm vorbei und informier Dich, denn Wählen ist Bürger*Innen-Pflicht!


Zugesagt haben:
- Sybille Benning (CDU)
- Robert von Olberg (SPD)
- Hubertus Zdebel (DIE LINKE)
- Kai Gehring (Bündnis 90/Die Grünen)
- Jörg Berens (FDP)

Wir freuen uns auf euch und eine spannende Debatte!

 

Du wurdest einfach aus Deiner Mietwohnung rausgeschmissen und weißt jetzt nicht wohin?
Für einige Tage kannst Du dann die Notunterkünfte des Studierendenwerks in Anspruch nehmen!
In der Wohnanlage Steinfurter Straße 67 – 81 gibt's zur Zeit insgesamt 18 Unterkünfte mit Dusche und WC - hier erfährst Du mehr.

 

Sicherlich stehen bei euch gerade eine Menge Klausuren auf dem Plan und ihr seid mitten im Lernstress. Wir vom AStA hoffen, dass ihr die anstehenden Prüfungen meistert und danach in die wohlverdienten Semesterferien starten könnt!

Hier möchten wir euch zum Ende des Sommersemesters noch auf einige wichtige Neuerungen aufmerksam machen, die alle Studierende dieser Universität betreffen.


Semesterticket:

Die Rückmeldung zum Wintersemester steht an und damit die Überweisung des Semesterbeitrags bis zum 28. Juli. Im letzten Semester hatten wir Studierende die Möglichkeit, zusätzlich zum ohnehin zugeschickten Papier-Semesterticket ein Online-Ticket herunterzuladen. Mit diesem Semester ändert sich dieses Verfahren. Wer den Semesterbeitrag überwiesen hat, kann zunächst selbst bestimmen, ob das Ticket nur Online bereitgestellt werden soll oder ob das Ticket zugeschickt werden soll. Wer gar keine Auswahl im Rückmeldeportal trifft, muss sich das Ticket online herunterladen!


„Keep-Cups“ in der Mensa:

In den Mensen kann man nun wiederverwendbare Becher für 4,99 € inklusive erster Befüllung erwerben. Dies soll die Mensa nachhaltiger machen und das Müllaufkommen reduzieren. Die praktischen Becher, die in Minden hergestellt werden, erhaltet ihr ab sofort. Herkömmliche Papierbecher gibt es natürlich auch weiterhin, aber zu einem Aufpreis von 30 Cent.


Veganes Angebot in der Mensa am Aasee:

Wer in den letzten Tagen auf das vegane Angebot im „Kratzer’s“ in der Mensa am Aasee zurückgreifen wollte, stand vor einem großen „Geschlossen“-Schild. Was auf den ersten Blick nach einer endgültigen Schließung aussieht, ist eigentlich nur das Zeichen von Umstruktierungen im „Kratzer’s“. Zum Ende des Jahres soll es wieder wie gewohnt ein veganes Bistro oben in der Mensa geben. Solange umstrukturiert wird, können Studierende, die sich vegan ernähren, unten in der Mensa ein veganes Gericht erwerben, zusätzlich soll es einmal in der Woche am Aktionsstand auch ein veganes Angebot geben.


 

Soweit zu den wichtigsten Neuerungen und Informationen. Rückfragen könnt ihr gerne an den AStA richten, wir stehen euch immer zur Verfügung, ob auf Facebook, Instagram, Twitter oder per Mail.

Euer AStA wünscht allen eine (weiterhin) erfolgreiche Klausurenphase, erholsame Semesterferien und einen guten Start in das Wintersemester!

 


Bis montags um 16 Uhr habt ihr die Möglichkeit, die Öko-faire Gemüsekiste mit saisonal-regionalem und biologischen Gemüse für kommenden Freitag im AStA-Büro zu bestellen.
Die Kiste gibt's zu einem günstigen Preis und in leichter Verfügbarkeit
- stadtzentral abzuholen, direkt links vorm Schloss im AStA!