Nachdem sich der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Münster bereits vor zwei Wochen klar gegen eine Wiedereinführung von Anwesenheitspflichten ausgesprochen hat, beschloss nun das Studierendenparlament eine ähnliche Stellungnahme:
„Das Studierendenparlament der Universität Münster spricht sich gegen die von der aktuellen Wissenschaftsministerin angeregte Regelung zur Wiederermöglichung von Anwesenheitspflichten in klassischen Seminaren aus. Anwesenheitspflichten widersprechen dem Ideal eines selbstbestimmten Studiums und erschweren dieses gerade denen, die durch Berufstätigkeit, das Studium mit Kind oder ehrenamtliches Engagement bereits jetzt im Studienalltag benachteiligt sind. Das Studierendenparlament beauftragt den AStA mit einer öffentlichkeitswirksamen und kritischen Begleitung der Debatte rund um die Wiedereinführung von Anwesenheitspflichten. Das Rektorat und der Senat der Universität werden aufgefordert sich bei einer Ankündigung der Landesregierung zur vorliegenden Thematik zu den aktuellen Plänen derselben zu positionieren. Des Weiteren sind sie bei der Wiederzulassung von Anwesenheitspflichten an den einzelnen Hochschulen dazu aufgefordert, diese für die Universität Münster bereits vor Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes abzulehnen. Der AStA wird damit beauftragt sich mit den Asten anderer Hochschulen in NRW in Verbindung zu setzen und sich gemeinsam gegen eine mögliche Neuregelung zu positionieren.“
- Studierendenparlament der Universität Münster am 9. Oktober 2017


Der AStA der Uni Münster vernetzt sich nun mit den anderen Studierendenschaften in Nordrhein-Westfalen, damit wir uns geschlossen an die neue schwarz-gelbe Landesregierung wenden können.

28.9.2017

Im Folgenden lesen Sie die Stellungnahme des Allgemeinen Studierendenausschusses der Universität Münster zu den Presseberichtet, wonach das NRW-Wissenschaftsministerium die Wiedereinführung von Anwesenheitspflichten an den Universitäten plant.

SPIEGEL ONLINE schreibt am 28. September 2017 (http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/nrw-anwesenheitspflicht-fuer-uni-seminare-kommt-zurueck-a-1170303.html):
„Die Wissenschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen, Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos), kündigte knapp drei Monate nach ihrem Amtsantritt an, das Hochschulgesetz ihres Landes zu erneuern. Sie wolle den Wissenschaftsstandort NRW weiterentwickeln - "nicht aber gegen die Hochschulen oder über die Hochschulen hinweg".  Pfeiffer-Poensgen will etwa "das starre Verbot von Anwesenheitspflichten im klassischen Seminar abschaffen", wie sie in einer Rede am Mittwoch betonte. Hochschulen könnten "auch ohne solche Bevormundungen verantwortlich mit ihrer Freiheit umgehen" und könnten vor Ort selbst am besten entscheiden, was förderlich für sie sei. Damit sollen Unis wieder verlangen können, dass Studenten ihre Anwesenheit nachweisen, etwa in Unterschriftenlisten.“

Für den AStA der Universität Münster ist klar: Eine Aufhebung des Verbots von Anwesenheitspflichten kommt de facto einer Wiedereinführung gleich. In Nordrhein-Westfalen sind sie seit der rot-grünen Hochschulgesetznovelle Vergangenheit, doch jetzt will die schwarz-gelbe Landesregierung zurück in die Vergangenheit.
Es handelt sich um den Zwang, an einer Veranstaltung der Hochschule teilzunehmen. Es geht weder um aktive Beteiligung noch um eine kooperative Gestaltung von Lehrformaten, sondern schlicht um die Pflicht, physisch anwesend zu sein. Schon von 2009 hat sich die Kultusminister*innenkonferenz auf eine Abschaffung der Anwesenheitspflichten geeinigt, aber von vielen Ländern wurde sie nicht umgesetzt.
Die Wiedereinführung von Anwesenheitspflichten schränkt Studierende in ihrem Grundrecht auf Studierfreiheit ein! Zu hoffen, dass durch eine größere Anzahl an Studierenden in einer Veranstaltung eine kontroverse Debatte zustande komme, ist naiv. Die Studierenden goutieren vielmehr doch auch heute schon innovative Lehrkonzepte und von ihrem Stoff begeisterte Dozierende durch ihre freiwillige Präsenz. Durch engagierte Dozierende werden Studierende so auch heute schon zum akademischen Diskurs angeregt.
Das Studium lebt auch gerade von der Eigeninitiative, dem eigenständigem Denken und der Selbstverantwortung der Studierenden. Studierende und Lehrende sollten sich auf einer Ebene freier Individuen begegnen. Die akademische Freiheit gilt eben nicht nur für Professor*innen – vielmehr genießen auch Studierende den Schutz der Freiheit von Bildung und Forschung, der charakteristisch für das wissenschaftliche Studium ist.
Julian Engelmann, AStA-Vorsitzender, sagt deshalb: „Für den AStA der Uni Münster ist klar: Sollte die Anwesenheitspflicht wieder eingeführt werden, würde nicht die Bevormundung der Universitäten enden, sondern umgekehrt die Bevormundung der Studierenden beginnen. Die Anwesenheitspflicht ist ein eklatanter Verstoß gegen die Studierfreiheit, gegen den wir uns mit aller Kraft einsetzen! Wir rufen die Studierenden und die Universität auf, uns dabei zu unterstützen.“

 

Vormerken: Am 24. September ist Bundestagswahl!


Du weißt noch nicht, wen Du wählen sollst? Du möchtest Deine Kandierenden aus Münster kennenlernen?
Dazu bekommst Du am 13. September die Chance, im Schlosstheater in Münster!


Dieses politische Bildungsangebot Deines AStA gibt Unentschlossenen die Möglichkeit, sich ein Bild zu machen! Komm vorbei und informier Dich, denn Wählen ist Bürger*Innen-Pflicht!


Zugesagt haben:
- Sybille Benning (CDU)
- Robert von Olberg (SPD)
- Hubertus Zdebel (DIE LINKE)
- Kai Gehring (Bündnis 90/Die Grünen)
- Jörg Berens (FDP)

Wir freuen uns auf euch und eine spannende Debatte!

 

Du wurdest einfach aus Deiner Mietwohnung rausgeschmissen und weißt jetzt nicht wohin?
Für einige Tage kannst Du dann die Notunterkünfte des Studierendenwerks in Anspruch nehmen!
In der Wohnanlage Steinfurter Straße 67 – 81 gibt's zur Zeit insgesamt 18 Unterkünfte mit Dusche und WC - hier erfährst Du mehr.

 

Sicherlich stehen bei euch gerade eine Menge Klausuren auf dem Plan und ihr seid mitten im Lernstress. Wir vom AStA hoffen, dass ihr die anstehenden Prüfungen meistert und danach in die wohlverdienten Semesterferien starten könnt!

Hier möchten wir euch zum Ende des Sommersemesters noch auf einige wichtige Neuerungen aufmerksam machen, die alle Studierende dieser Universität betreffen.


Semesterticket:

Die Rückmeldung zum Wintersemester steht an und damit die Überweisung des Semesterbeitrags bis zum 28. Juli. Im letzten Semester hatten wir Studierende die Möglichkeit, zusätzlich zum ohnehin zugeschickten Papier-Semesterticket ein Online-Ticket herunterzuladen. Mit diesem Semester ändert sich dieses Verfahren. Wer den Semesterbeitrag überwiesen hat, kann zunächst selbst bestimmen, ob das Ticket nur Online bereitgestellt werden soll oder ob das Ticket zugeschickt werden soll. Wer gar keine Auswahl im Rückmeldeportal trifft, muss sich das Ticket online herunterladen!


„Keep-Cups“ in der Mensa:

In den Mensen kann man nun wiederverwendbare Becher für 4,99 € inklusive erster Befüllung erwerben. Dies soll die Mensa nachhaltiger machen und das Müllaufkommen reduzieren. Die praktischen Becher, die in Minden hergestellt werden, erhaltet ihr ab sofort. Herkömmliche Papierbecher gibt es natürlich auch weiterhin, aber zu einem Aufpreis von 30 Cent.


Veganes Angebot in der Mensa am Aasee:

Wer in den letzten Tagen auf das vegane Angebot im „Kratzer’s“ in der Mensa am Aasee zurückgreifen wollte, stand vor einem großen „Geschlossen“-Schild. Was auf den ersten Blick nach einer endgültigen Schließung aussieht, ist eigentlich nur das Zeichen von Umstruktierungen im „Kratzer’s“. Zum Ende des Jahres soll es wieder wie gewohnt ein veganes Bistro oben in der Mensa geben. Solange umstrukturiert wird, können Studierende, die sich vegan ernähren, unten in der Mensa ein veganes Gericht erwerben, zusätzlich soll es einmal in der Woche am Aktionsstand auch ein veganes Angebot geben.


 

Soweit zu den wichtigsten Neuerungen und Informationen. Rückfragen könnt ihr gerne an den AStA richten, wir stehen euch immer zur Verfügung, ob auf Facebook, Instagram, Twitter oder per Mail.

Euer AStA wünscht allen eine (weiterhin) erfolgreiche Klausurenphase, erholsame Semesterferien und einen guten Start in das Wintersemester!

 


Bis montags um 16 Uhr habt ihr die Möglichkeit, die Öko-faire Gemüsekiste mit saisonal-regionalem und biologischen Gemüse für kommenden Freitag im AStA-Büro zu bestellen.
Die Kiste gibt's zu einem günstigen Preis und in leichter Verfügbarkeit
- stadtzentral abzuholen, direkt links vorm Schloss im AStA!

Endlich ist es so weit! Das Online-Ticket kommt!
Im Rückmeldeportal ist eine Funktion freigegeben worden, über die sich alle Studierende der Uni Münster das NRW-Ticket im pdf-Format selbst herunterladen können.
Euer AStA konnte damit diese lange angestrebte Erleichterung verwirklichen.

Ausgedruckt oder auf dem Handy - beides ist möglich! Ein weiterer großer Vorteil: Wer seine Fahrkarte verliert, kann sich einfach ein neues Exemplar ausdrucken.
Das bereits per Post verschickte NRW-Ticket behält dabei seine Gültigkeit.

Euer AStA

Für Studierende der Uni Münster gibt es für die Konzertreihe "Sinfonische Wellen" der EinKlang-Philharmonie kostenlose Tickets!

Die je nach Veranstaltung 20 oder 40 Freikarten liegen zur Abholung im WN-Ticket-Shop bereit. Jeder Interessent muss sein Ticket persönlich abholen (wie bei den Städtischen Bühnen). Beim Einlass muss dann nochmals der Studierendenausweis vorgelegt werden.

 

Wir freuen uns auf vier wundervoll zusammengestellte Konzerte:

"Rund um die Schumanns" am 22.01.2017

"Drei Könner und Unterhalter" am 19.03.2017

"Verrückte Posaune" am 14.05.2017

"Romantische Facetten" am 17.09.2017

 

Viel Spaß beim Abtauchen in die klassischen Klangwelten!

Der AStA der Universität Münster bedankt sich bei den Studierenden der TU Dortmund für ihren Protest und das gesetzte Zeichen. Im Vorfeld der anstehenden Landtagswahlen hat das Autonome Schwulenreferat des AStA der TU Dortmund am 02.02.2017 eine Hörsaal-Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen von CDU, SPD, Die Grüne, Die Linke und AfD veranstaltet. Im Zuge des bereits im Vorfeld kritisch diskutierten Auftritts der AfD-Vertretung, fanden sich vor dem Hörsaal auch rund 20 Neonazis ein. Gegen die Teilnahme der AfD und das Auftreten der Rechten haben Studierende ihren Protest lautstark kundgetan. Rassismus und Rechtsextremismus haben weder an der Uni Dortmund noch an einer anderen Hochschule einen Platz.

Auch unseren Wohn- und Wirkraum wollen wir von rechtem Gedankengut freihalten. Die Stadt Münster ist unser Campus und wir kämpfen für ein offenes, friedliches und buntes Hochschulumfeld und studentisches Stadtleben. Mit der AfD-Veranstaltung am Freitag, den 10.02. droht, dass auch das Münsteraner Motto "wissen.leben" durch postfaktische Behauptungen ersetzt wird, die unserem Leitbild eines vielfältigen und demokratischen Diskurses zuwider laufen. Als Teil der Stadtgesellschaft freuen wir uns, dass diesen Freitag zeitgleich eine Kundgebung für ein offenes und buntes Münster stattfindet und fordern die Studierenden auf, für einen vielfältigen Campus Münster einzustehen und rechten Ansichten lautstark entgegen zu treten.

Bei der letzten Wahl des Studierendenparlaments wurde zum ersten Mal auch die Vertretung für studentische Hilfskräfte gewählt.

 

Wir gratulieren Hanna Beste, Fabian Zelesinski und Michel Dornbusch und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit.

 

Wenn ihr Fragen zu den Arbeitsbedingungen studentischer Hilfskräfte oder selbst Probleme mit eurer Anstellung habt, könnt ihr euch jederzeit an die drei wenden.

 

Hier findet ihr deren Facebook-Auftritt. Es gibt momentan noch keinen offiziellen Internetauftritt oder eine E-Mail-Adresse, allerdings könnt ihr euch mit der Bitte um die Erstellung eines offiziellen Internetauftritts auf der Homepage der Universität Münster an die Personalverwaltung der Universität wenden.