Nachdem sich der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Münster bereits vor zwei Wochen klar gegen eine Wiedereinführung von Anwesenheitspflichten ausgesprochen hat, beschloss nun das Studierendenparlament eine ähnliche Stellungnahme:
„Das Studierendenparlament der Universität Münster spricht sich gegen die von der aktuellen Wissenschaftsministerin angeregte Regelung zur Wiederermöglichung von Anwesenheitspflichten in klassischen Seminaren aus. Anwesenheitspflichten widersprechen dem Ideal eines selbstbestimmten Studiums und erschweren dieses gerade denen, die durch Berufstätigkeit, das Studium mit Kind oder ehrenamtliches Engagement bereits jetzt im Studienalltag benachteiligt sind. Das Studierendenparlament beauftragt den AStA mit einer öffentlichkeitswirksamen und kritischen Begleitung der Debatte rund um die Wiedereinführung von Anwesenheitspflichten. Das Rektorat und der Senat der Universität werden aufgefordert sich bei einer Ankündigung der Landesregierung zur vorliegenden Thematik zu den aktuellen Plänen derselben zu positionieren. Des Weiteren sind sie bei der Wiederzulassung von Anwesenheitspflichten an den einzelnen Hochschulen dazu aufgefordert, diese für die Universität Münster bereits vor Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes abzulehnen. Der AStA wird damit beauftragt sich mit den Asten anderer Hochschulen in NRW in Verbindung zu setzen und sich gemeinsam gegen eine mögliche Neuregelung zu positionieren.“
- Studierendenparlament der Universität Münster am 9. Oktober 2017


Der AStA der Uni Münster vernetzt sich nun mit den anderen Studierendenschaften in Nordrhein-Westfalen, damit wir uns geschlossen an die neue schwarz-gelbe Landesregierung wenden können.