Vortrag und Diskussion mit Tjark Kunstreich

Die Mutmaßungen über den Massenmörder, der am 12. Juni 2016 im Pulse-Club im Alleingang einen Pogrom exekutierte, sowie die Art und Weise, in der die »queer community« den 49 Ermordeten gedenkt, haben eines gemeinsam: das Schweigen über den islamistischen Hintergrund der Tat. Dem Mörder wird zugeschrieben, er sei »homophob« aus der Verdrängung der eigenen Homosexualität gewesen; die Ermordeten werden zu Opfern zu lascher Waffengesetze in den USA. Entsprechend wendet sich die Community gleichermaßen gegen »Islamophobie und Homophobie« und protestiert in vorauseilender Empörung gegen die Stigmatisierung von Muslimen.

Die Möglichkeit aber, dass dieser Massenmord an Menschen, die in einem schwulenfreundlichen Club feierten, selbst mit strengsten Waffengesetzen stattgefunden hätte, weil der Täter Schwule und Lesben treffen wollte, weil er deren Freiheit gehasst und weil er im Namen des Islams gehandelt hat, kann nicht in Betracht gezogen werden. Denn das würde bedeuten, dass sich die Opfer von Orlando in nichts von denen im Bataclan in Paris, von denen in Bagdad oder Istanbul oder Tel Aviv unterscheiden und dass deren Gemeinsamkeit wiederum – leider – nur im Bewusstsein der Mörder existiert: Sie stehen für den Westen, die Dekadenz, die Musik-Fans, die Alkoholtrinker, die emanzipierten Frauen, die Juden, die Homosexuellen, die Transsexuellen.

In diese Gemeinsamkeit, wie sie von den Islamisten von Dhaka bis Orlando hergestellt wird, möchte sich die »queer community« nicht einreihen, im Gegenteil: Israel und der Westen sind ihr verdächtig, weil sie den Homo- und Transsexuellen Rechte gewährt, die unterdessen fast als selbstverständlich wahrgenommen werden. Sich zu diesen Rechten zu bekennen und für sie einzustehen, würde bedeuten: einzugestehen, dass das tatsächliche »Pinkwashing« – die Freundlicherwerdung des Westens durch die unbewusste Integration der Homoerotik in der kommerziellen Kulturindustrie, Mode, Popmusik, deren institutioneller Ausdruck die neuen Homorechte sind – erfolgreich war und die Homosexuellen dafür von den Feinden dieser Freundlichkeit zum Symbol erhoben werden – so wie die Juden für die Wohltaten der »Verjudung« verantwortlich gemacht werden. Die Reaktion dieser »community« auf den Massenmord von Orlando ist daher ein Aspekt kulturalistischer Unterwerfung.


Tjark Kunstreich, geb. 1966, Publizist und Sozialarbeiter, hat in den letzten zwanzig Jahren zahlreiche Beiträge zur Gesellschaftskritik u.a. für konkret und Jungle World geschrieben. Buchveröffentlichungen: Ein deutscher Krieg. Über die Befreiung der Nation von Auschwitz (1999), Nach dem Westen (2004) und Dialektik der Abweichung. Über das Unbehagen in der homosexuellen Emanzipation (2015).

Eine Veranstaltung des Autonomen Schwulenreferats im AStA der Universität Münster in Kooperation mit der Gruppe et2c (http://et2c.org/).

Wann: 27.10.2016 um 19:30 Uhr

Wo: Hörsaal F2 Fürstenberghaus, Domplatz 20-22, 48143 Münster

Frisch zum neuen Semester meldet sich das Frauenreferat mit dem Salon féministe, Sahneschnitten, Tee, und feministischer Konversation zurück! Merle Stöver wird diesmal zum Thema „Antisemitismus im Feminismus“ vortragen. Der Vortrag beginnt um 17:00 Uhr – davor und danach ist reichlich Zeit und Raum zum plaudern, diskutieren und vernetzen.

___

Merle Stöver hat Soziale Arbeit in Berlin studiert. Bekannt wurde sie mit ihrem Blog „The Anti in Romantic“.

___

Fortleben der Barbarei! Zu Antisemitismus in feministischen Kontexten

Feminismus stellt eine gesellschaftliche Notwendigkeit dar und muss immer Teil einer Gesellschaftsanalyse- und Kritik sein. Doch mit Blick auf gesellschaftliche Missstände sehen wir das Fortleben antisemitischer Ideologie, die weder vor linken Kontexten noch vor feministischen Gruppierungen und ihren Gesellschaftstheorien Halt macht. Daher gilt es, die Frage, ob es unter Feminist*innen bzw. im Feminismus Antisemitismus gibt, näher zu untersuchen. Dafür soll sowohl ein historischer Abriss der deutschen Frauen*bewegungen bzw. der feministischen Debatten gegeben werden, es wird der Blick auf aktuelle feministische „Ikonen“ und neue feministische Bündnisse und Theorien gelenkt um anschließend die Frage zu besprechen, ob es Parallelen und strukturelle Gemeinsamkeiten zwischen antisemitischer Ideologie und feministischen Theorien gibt.

Einstimmig wurde die dreiköpfige Promovierendenvertretung der WWU auf ihrer gestrigen Vollversammlung erneut in ihrem Amt bestätigt. Judith Donner (Physik), Stefanie Johne (Anglistik) und Christina Rentzsch (Politikwissenschaft) repräsentieren für ein weiteres Jahr die Belange des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die im letzten Jahr neu gegründete Vertretung hatte in ihrer ersten Amtszeit zunächst die Strukturen an der Universität geschaffen und somit ihr Anliegen bekannt gemacht. „Diese Bekanntheit gilt es nun, im nächsten Jahr weiter zu steigern und uns damit als feste Ansprechmöglichkeit für die Promovierenden zu etablieren“, so Christina Rentzsch. Die Promotionszeit ist mit vielen Herausforderungen verbunden. Wenn es zu Schwierigkeiten kommt, ist gerade der Austausch auf Augenhöhe eine gute Möglichkeit, die nächsten Schritte zu durchdenken. Deshalb ist es der Promovierendenvertretung ein Anliegen, eine möglichst breite Palette an Fächern abzubilden: „Mit einer Kollegin oder einem Kollegen aus einem anderen Fach lässt es sich manchmal einfacher und ohne Vorbehalte sprechen. Trotzdem kann man sicher sein, dass das Gegenüber einen versteht – man ist ja schließlich in der gleichen Situation“, so Christina Rentzsch weiter. Die nächste Amtszeit läuft für ein Jahr. Da alle drei Promovierenden in diesem Zeitraum ihre Dissertationen abschließen möchten, werben sie jetzt schon aktiv für Nachwuchs: „Wir würden uns sehr freuen, wenn sich uns weitere Doktorandinnen und Doktoranden anschließen würden – Themen gibt es genug“, so Judith Donner und Stefanie John. Unterstützt werden sie bisher durch Cristin Brand (Biologie) und Paul Striewski (Mathematik).

Am 15.02.16 um 16.30 Uhr steht die Promovierendenvertretung im AStA zur Beratung für Doktorand*innen zur Verfügung. Der Raum wird vorher auf unserer Facebookseite "Promovierendenvertretung WWU Münster" und per Aushang bekanntgegeben.

 

Auf der ersten Vollversammlung aller Promovierenden der WWU wurden als Vertreter*innen Judith Donner, Stefanie John und Christina Rentzsch gewählt. Wir bedanken uns ganz herzlich für euer Vertrauen und freuen uns auf die kommende Arbeit. Wenn ihr Interesse habt, uns zu unterstützen, kommt gerne vorbei oder nehmt per Mail Kontakt unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit uns auf.

Hiermit laden wir herzlich zur Vollversammlung der finanziell und kulturell benachteiligten Studierenden ein. Sie findet statt am 21.04.2015 um 18 Uhr im Plenumsraum des AStA (Schlossplatz 1, 1. Obergeschoss).

Eingeladen sind alle Interessierten. Stimmberechtigt sind die Angehörigen der Statusgruppe der finanziell und kulturell benachteiligten Studierenden an der Uni Münster.

Beste Grüße

Matthias Wiech und Cedric Döllefeld

 

 

Im Februar weicht der Salon féministe einem großen thematischen Wochenend-Block, der sich mit Antifeminismus und Frauen in der extremen Rechten beschäftigt.

Den Auftakt macht am Fr., den 20.2 die Lesung “Deutschland treibt sich ab” – Organisierter „Lebensschutz“ und Antifeminismus, die wir zusammen mit der Emazipatorischen Antifa Münster organisieren:

“Inzwischen finden jährlich in verschiedenen Städten die sogenannten „Märsche für das Leben“ statt, an denen über 1000 Menschen teilnehmen. Der christliche Antifeminismus und die expliziten Anti-Abtreibungsorganisationen drängen auch in Berlin mit ihren Kampagnen in die Öffentlichkeit. Dabei können sie sich auf gesellschaftliche Diskurse berufen, die auch von anderen Gruppen bestimmt werden: Das rechtskonservative bis neurechte Spektrum von den „Christdemokraten für das Leben“ bis zur extrem rechten Zeitung Junge Freiheit sehen die Demografie-Politik und eine Restauration konservativer Werte und Familienbilder als ihr Agitationsfeld. Das religiöse Spektrum verteidigt eine vermeintlich natürliche, gottgewollte „christliche“ Ordnung. Die „Männerrechtsbewegung“ formiert sich im Kampf gegen Gender Mainstreaming und Feminismus.

In der Veranstaltung wollen wir nicht die einzelnen Neonazis in den Spektren herauspicken, sondern das antidemokratische Potenzial der Argumentationen herausarbeiten: Die Befürwortung eines homogenen Staatsvolkes, das biologistische Menschenbild, der Antikommunismus, Antifeminismus und der Angriff auf die 68er-Bewegung mit all seinen normierenden, ausschließenden und antiemanzipativen Forderungen. Die Referent_innen sind Mitarbeiter_innen des apabiz e.V. –Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin – und beobachten neben der extremen Rechten in all ihren Facetten seit einigen Jahren auch die 1000-Kreuze-Märsche und das Spektrum des christlichen Antifeminismus genauer.”

Ort: Selbstverwaltetes Zentrum, Nieberdingstraße 8

Zeit: Fr. 20.2., 19 Uhr

Wichtig!!

Die Location liegt im ersten Stock und ist nicht barrierefrei zugänglich. Meldet euch bitte bei uns und wir überlegen zusammen, wie ihr trotzdem in den Raum gelangt! /// Es gibt eine Kinderbetreuung. Schreibt uns dafür bitte bis zu 5 Tage vor der Veranstaltung wie alt die Kinder sind. Seid bitte mindestens 20 Minuten vor der Veranstaltung vor Ort und don’t forget the Lieblingsspielzeug!

 

Vortrag: Mehr als die emotionale Kompetenz der Partei?!: Mädchen und Frauen in der extremen Rechten

Am 21.2. laden wir zusammen mit der Gruppe Pinka Schleim ab 19 Uhr in den Hörsaal SCH.100.2 zu einem Vortrag mit Juliane Lang (Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus / Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin e.V.) ein:

“Als „Straßenkämpferinnen und Schreibtischtäterinnen”, als aktive Parlamentarierinnen wie als treusorgende Mütter kämpfen extrem rechte Frauen heute in unterschiedlichen Rollen an der Seite ihrer männlichen Kameraden – und durchbrechen das Stereotyp des per se jugendlichen, gewalttätigen, männlichen Neonazis.

In den letzten Jahren sind extrem rechte Frauen vermehrt in den Blick geraten: Dabei lenkte das Bekanntwerden des NSU den Blick zuletzt verstärkt auf den gewalttätigsten Teil der extremen Rechten. Die Veranstaltung wirft einen Blick auf das Wirken und die öffentliche Wahrnehmung von Frauen in unterschiedlichen Teilen der extremen Rechten: Wie und wo verorten sich Frauen dort? Welche Themen besetzen sie für sich? Welche Formen von Weiblichkeit und Mütterlichkeit werden propagiert und gelebt? Und welche Geschlechterstereotype finden sind in der öffentlichen Auseinandersetzung mit ihnen wieder?”

Der Hörsaal ist barrierefrei zugänglich.

Außerdem konnten wir eine Kinderbetreuung einrichten. Schreibt uns dafür bitte bis zu 5 Tage vor der Veranstaltung wie alt die Kinder sind. Seid bitte mindestens 20 Minuten vor der Veranstaltung vor Ort und don’t forget the Lieblingsspielzeug!

Workshop: How Gender Matters: Geschlechterreflektierende Rechtsextremismusprävention

 

Ergänzend findet am 22.2. von 11-17 Uhr im Paul Gerhardt Haus ein Workshop zur geschlechtsreflektierenden Rechtsextremismus-Prävention statt:

“Geschlechterrollenmodelle spielen nach wie vor eine entscheidende Rolle bei der Hinwendung und dem Verbleib von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der rechtsextremen Szene. Es gilt, die Geschlechterhierarchien als nach wie vor immanentem Bestandteil des Rechtsextremismus und entscheidendem Faktor für das Funktionieren der ‘Volksgemeinschaft’ darzulegen. Die Vorstellung einer ‘weißen’ heteronormativen (d.h. auf Mann/Frau genormten) und kinderreichen Familie als kleinsten Teil dieser ‚Volksgemeinschaft’ spielt im extrem rechten Weltbild eine wichtige Rolle.

Nicht zuletzt zeigen extrem rechte Kampagnen gegen die so genannte „menschenfeindliche Ideologie ‚Gender’” Schnittmengen mit antifeministischen Diskursen in der so genannten Mitte der Gesellschaft an – kein bloßer Zufall, sondern bewusste Strategie der extremen Rechten im Zuge ihres Strebens nach gesellschaftlicher Anschlussfähigkeit. Zudem verheißen dichotome Geschlechterbilder ‚echter Männer und Frauen’, wie sie in extrem rechter Propaganda vertreten werden, Klarheit und Orientierung gerade angesichts einer gesamtgesellschaftlichen Auspluralisierung von Geschlechterrollen und können als Motive der Hinwendung v.a. Jugendlicher in extrem rechte Szenen Wirkung entfalten. Im Workshop werfen wir einen geschlechterreflektierenden Blick auf extrem rechte Ideologie und Lebenswelten und diskutieren die Bedeutung dessen für Soziale Arbeit und Rechtsextremismusprävention.”

Wenn ihr teilnehmen wollt, schreibt uns bitte vorher ne Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Teilnahmegebühr (nach Möglichkeit): 5 Euro

Für alle Veranstaltungen am Wochenende gilt: All Genders welcome, aber rechtes Gedankengut nicht! Die Veranstaltenden behalten sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

“Viele kleine Kopftuchmädchen … ”: Eine postkolonial -feministische Kritik an neo-kolonialen Diskursen über Muslimische Frauen of Color

Ismahan Wayah

Im dominanten politischen und medialen Diskurs werden die Perspektiven von Muslimischen Frauen of Color entweder ignoriert oder nur dann aufgenommen, wenn sie das orientalistisch-stereotype Bild von Muslimen bestätigen. Oftmals sprechen weiße Feministinnen für und über Muslimische Frauen, denen sie jegliche Handlungsmacht (agency) aberkennen. Mit einem Fokus auf den europäischen Kontext soll in diesem Vortrag aus einer postkolonial-feministische Perspektive aktuelle Diskurse über Religion, Freiheit und Körper auf ihre explizit und implizit neo-kolonialen und sexistischen Strukturen hin betrachtet werden. Neben Theorien und Ansätzen von Kritikerinnen wie Chandra Mohanty, Gayatri Spivak, Leila Ahmed und Saba Mahmood, werden auch empowernde und solidarische Proteste und Aktionen von Muslimischen Frauen im Globalen Norden vorgestellt und diskutiert.

Zeit: 18.01.2015, ab 16 Uhr: Kaffee & Kuchen, ab 17 Uhr: Vortrag

Ort: Baracke, Scharnhorststraße 100

Das Fikus-Referat lädt alle finanziell und kulturell benachteiligten Studierenden und Interessierte der Uni Münster zur Jährlichen Vollversammlung ein.

 

Wann: Do., 15.01.2015 um 18 Uhr

Wo: H.2 Schlossplatz 46

 

Es geht um entscheidende Dinge, nämlich:

  • Wer vertritt die Studierenden im Jahr 2015/16?
  • Welche Themen sollen im Jahr 2015/16 behandelt werden?
  • Wie soll 2015/16 die Referats-Arbeit allgemein gestaltet sein?

Alle weiteren Infos findet ihr hier.

Unter diesem Motto stand der Trip der Parkourgruppe des HSP-Münster, dessen Höhepunkt ein Treffen mit Kopenhagener Traceuren zu einer gemeinsamen Jam war. Nach einer langen Anfahrt, die um 23 Uhr mit dem Zeltaufbau endete und mit einem Grill–Mitternachts–Snack abgeschlossen wurde, begann am Samstag um 10 Uhr morgens der sportliche Teil am Jiyo Park. Dies ist ein Sportgelände für Parkour, Kanu-Polo, Basketball, BMX-Cross und vieles mehr. Mit unterschiedlichen tangengerüsten, Mauern in verschiedenen Höhen und Abständen und einem stilisierten Gebäude aus Beton, bot der Park eine Fülle von Möglichkeiten in allen Schwierigkeitsgraden. Nach 4 Stunden intensiven Trainings setzten wir die Tour zu wei weiteren Spots in der Innenstadt fort. Der Street Mekka Park ist etwas kleiner als der Jiyo Park und stellt andere Herausforderungen, da hier Stangen und Mauern stärker integriert werden. Der Rail Heaven besteht, wie der Name schon sagt, maßgeblich aus Stangengerüsten, die trotz schon schwer lädierter Hände noch ausgiebig genutzt wurden. Der Besonderheit dieser Stangenanlage liegt in den vielen Elementen unterschiedlicher Höhe und Anordnung, die dadurch zu einer Vielzahl neuer Techniken herausfordern. Nach über sieben Stunden Sport bei strahlendem Sonnenschein, der uns während des gesamten Trips begleitete und für den Outdoorsport Parkour sehr wichtig ist, ging es mit einem kurzen Stopp am Meer wieder zurück zum Zeltplatz. Nach gemeinschaftlichem Kochen ließen wir den Tag gemütlich am Bootssteg ausklingen. Aufgrund der müden Muskeln durch den langen Trainingstag stand der Heimweg unter dem Motto „Carry me Home tonight“. Den nächsten Tag begannen wir etwas später um 13 Uhr wieder am Jiyo Park, wo wir um 14 Uhr mit den Kopenhagener Traceuren verabredet waren. Dabei entstand ein reger Austausch verschiedener Techniken. Unter anderem stellten wir fest, dass Saxe, der Leiter der Kopenhagener Gruppe, ebenfalls eine selten ausgeübte russische Technik beherrscht. Dies zeigt, dass Parkour eine sehr dynamische Sportart ist, die von einer internationalen Community lebt und sich dadurch ständig weiterentwickelt. Das gemeinsame Training dauerte, trotz zahlreicher getapter Hände, die wir gerne in Kauf nahmen, weitere fünf Stunden. An diesem Abend kochten wir ein letztes Mal gemeinsam, wobei 11 Kilo Spaghetti den Tribut für die Anstrengungen des Tages zollen mussten. Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns von Kopenhagen mit einem eineinhalbstündigen Training am Jiyo Park. Die Rückfahrt begann bei strahlendem Sonnenschein und endete abends im münsteraner Unwetter, das wir zum Glück ohne größere Schwierigkeiten meistern konnten, sodass alle 19 Teilnehmer sicher nach Hause gelangten. Wir danken dem ASTA-Sportreferat und vor allem Sarah Vonhausen herzlich für ihre tolle Unterstützung. Wir konnten dadurch den Hochschulsport der Uni-Münster als eine engagierte und international orientierte Einrichtung repräsentieren und erlebten ein unvergessliches Wochenende.