Das hat das Landessozialgericht in einem Urteil vom 09.11.2016, das jetzt den Beteiligten zugestellt worden ist, festgestellt.
Studierende genießen den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Umfasst sind damit der Besuch der Hochschule, der Weg dorthin und eben auch die Teilnahme am Hochschulsport.
Die öffentlich-rechtlichen Unfallversicherer wollen sich ihrer Zahlungspflicht gerade beim Hochschulsport häufig entziehen. Sie sind der Ansicht, dass Veranstaltungen des Hochschulsports nur in dem engen Rahmen versichert sind, wie dies bei dem Betriebssport der Fall ist.
So hatte zunächst auch das Sozialgericht Münster im Jahr 2013 entscheiden. Mit Unterstützung des AStA hat die Studierende gegen dieses Urteil Berufung eingelegt und war nunmehr vor dem Landessozialgericht erfolgreich. Das Landessozialgericht hat unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des Bundessozialgerichts dargelegt, dass zur Aus- und Fortbildung an der Hochschule nicht nur die Teilnahme an den Studienveranstaltungen zählt, sondern auch die Teilnahme an sportlichen Veranstaltungen im Rahmen des Hochschulsports. Daran ändert sich beim Nikolaus-Turnier auch dadurch nichts, dass an diesem Turnier auch Studierende anderer Hochschulen aus Deutschland und teilweise auch aus dem Ausland teilnehmen. Es bleibt eine studentisch geprägte Veranstaltung.
Das Landessozialgericht hat allerdings die Revision zum Bundessozialgericht zugelassen

Rechtsanwalt

Wilhelm Achelpöhler