Der AStA bietet Hilfestellungen für Studierende, die finanziell in Notlagen geraten sind, so etwa:

 

 

Außerdem findest du hier zahlreiche Infos rund um (Studien-)Finanzierungsmöglichkeiten!

Das BAföG (BundesAusbildungsförderungsGesetz)

Mit dem Kürzel BAföG wird umgangssprachlich die Förderung bezeichnet, die sich aus dem Bundesausbildungsförderungsgesetz ergibt. Ursprüngliches Ziel der Einführung des BAföG war, den Menschen, deren Elternhaus ein Studium bzw. eine weiterführende Schulausbildung nicht (ausreichend) finanzieren kann, unter die Arme zu greifen. Jedoch müssen eine lange Reihe an Voraussetzungen erfüllt werden, um BAföG zu erhalten.

Grundsätzlich wird nur die erste Ausbildung gefördert, wenn man zu Beginn des Studiums das 30. Lebensjahr noch nicht beendet hat. Doch nicht jeder Studiengang ist förderungsfähig. Es muss sich um ein grundständiges Studium handeln, ein Erststudium ohne vorherige Ausbildung ist also unproblematisch. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch ausländische Studierende BAföG erhalten.

Der BAföG-Höchstsatz liegt bei 648€ für Studierende, die nicht mehr bei den Eltern wohnen und 478€ für die, die noch zu Hause wohnen. Die Förderungshöhe hängt jedoch von verschiedenen Kriterien ab, z.B. vom Einkommen der Eltern, eigenen Einkommen oder deinem Vermögen. Die Förderungsdauer ist an die Regelstudienzeit gekoppelt, wobei besondere Regelungen für einen Studiengangwechsel oder Studienabbruch, Auslandsaufenthalt, Krankheit, Behinderung, Tätigkeit in einem Hochschulgremium, Schwangerschaft oder die Erziehung eines Kindes unter zehn Jahren gelten. Das BAföG wird zur Hälfte als Zuschuss und zur anderen Hälfte als zinsloses Darlehen gewährt. In der Regel muss der Darlehensanteil des BAföGs fünf Jahre nach der letzten BAföG-Rate zurückgezahlt werden. Es ist immer sinnvoll, den Versuch zu wagen und einen BAföG-Antrag beim Studentenwerk zu stellen. Die Unterlagen erhält man auch online (www.bafoeg.bmbf.de/de/432.php).

Eltern

Grundsätzlich müssen Eltern für die Kosten der ersten Ausbildung ihres unverheirateten Kindes bis zum 27. Lebensjahr aufkommen. Einen Rahmen über die Höhe der Förderung bietet die Düsseldorfer Tabelle. Relevant sind jedoch die Richtlinien zur Förderungshöhe der jeweiligen Oberlandesgerichte, die die Düsseldorfer Tabelle anpassen. Studierende sollten also herausfinden, welches OLG zuständig ist und dann im Internet die Richtlinien studieren.

Nach dem OLG Hamm (Einzugsgebiet Münster) liegt der Bedarf von Studierenden, die nicht mehr zu Hause wohnen, bei 640 € monatlich (Berufsbedingte Aufwendungen bis zu 90 € und Wohnbedarf bis zu 270 € sind enthalten, Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung nicht). Letztlich richtet sich jedoch die Förderungshöhe immer nach den wirtschaftlichen Möglichkeiten der Eltern. Die Eltern können auch entscheiden, ob der Unterhalt bar ausgezahlt wird oder in Naturalien, wobei die Eltern auf die Belange des Kindes Rücksicht nehmen müssen.
Das Unterhaltsrecht ist jedoch unendlich kompliziert. Nach § 1618a des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) sind Eltern und Kinder zur gegenseitigen Rücksicht verpflichtet.

Im Falle des Unterhaltes heißt dies, dass Eltern dazu verpflichtet sind alles zu tun, dass ihre Kinder mit einer Ausbildung die Voraussetzungen schaffen können, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Auf der anderen Seite müssen Kinder alles dafür tun, die Last ihrer Eltern nicht unnötig zu erschweren oder zu verlängern. Was die Unterhaltsdauer angeht, ist dies grundsätzlich an die Regelstudienzeit gekoppelt. Jedoch ist die Gerichtsbarkeit etwas lockerer als beim BAföG. Wenn gute Gründe vorliegen, warum man länger als die Regelstudienzeit studiert, bleibt die Unterhaltspflicht meist bestehen. Eltern haben zudem auch das Recht, den Fortschritt der Ausbildung ihrer Kinder zu kontrollieren. Das heißt, dass Studierende, die von ihren Eltern Unterhalt erhalten, dazu verpflichtet sind, auf Verlangen der Eltern Leistungsnachweise vorzuzeigen.

Jobben

In Münster gehen über 70 Prozent der Studierenden einer Erwerbstätigkeit neben dem Studium nach. Die meisten Studierenden nehmen einen 400-€-Job auf. Näheres zu den relevanten Fragen bezüglich Versicherungen findest du in dem Artikel ‚Studium und Arbeit’.

Wenn man BAföG empfängt, muss man die jährliche Höchstgrenze an eigenem Einkommen beachten. Diese liegt bei 4800€ brutto. Wenn man mehr als diese 4800€ verdient, wird das BAföG gekürzt. Für ein bezahltes Pflichtpraktikum sind die Grenzen anders gesetzt. Unabhängig davon, kannst du 2100€ im Jahr als Übungsleiter_in, Erzieher_in, Betreuer_in oder Ausbilder_in im Rahmen der Übungsleiterpauschale erwirtschaften, was nicht zur Folge hat, dass das BAföG gekürzt wird.

Stipendien

Stipendien erhält leider nur eine Minderheit der Studierenden. Es werden nur etwa 3 Prozent der Studierenden mittels eines Stipendiums gefördert. Die monatliche Förderung, die Stipendiat_innen erhalten, müssen sie nicht zurückzahlen. Hauptkriterien für die Vergabe von Stipendien sind fachliche Leistungen, soziales oder politisches Engagement und meist auch eine gewisse politische oder religiöse Einfärbung.

Es gibt viele verschiedene Stipendiengeber_innen. Viele Träger_innen sind parteinah oder konfessionell. Im Internet gibt es Stipendiensuchmaschinen, die einen Überblick über die Optionen und Anforderungen geben können.

Beachten solltest du, dass du, wenn du bereits ein Stipendium von einer Stiftung des öffentlichen Rechts erhältst, eine BAföG-Förderung ausgeschlossen ist. Wenn du ein privates Stipendium bekommst, was wohl in den meisten Fällen zutrifft, werden die Einkünfte aus dem Stipendium mit den Freibeträgen verrechnet.

Kredite

Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten, einen Kredit für‘s Studium aufzunehmen. Man sollte sich jedoch im Vorfeld immer gut überlegen, inwieweit man sich verschulden will und sich genau über die Konditionen informieren. Du solltest einen Kredit niemals leichtfertig aufnehmen und du solltest genug Zeit investieren, dich den für dich passenden Kreditgeber auszusuchen.