Referenten: Jan Erik Brühl und Richard Dietrich

Das Referat stellt sich vor:

Zusammengenommen machen Arbeiter*innen, einfache Arbeitnehmer*innen sowie Kleinunternehmer*innen fast 50% der Sozialstruktur in der Bundesrepublik aus dennoch sind sie und ihre Kinder in Deutschland von der Hochschulbildung fast ausgeschlossen.
So nehmen z. B. von 100 Kindern aus Familien mit akademischer Tradition etwa 77 ein Studium auf während von 100 Arbeiter*innenkindern es nur 23 tun. Und das merkt man auch an der Uni. Die Betroffenen wissen wovon die Rede ist.
Die soziale Erfahrung, die man macht, wenn man aus einer Arbeiterfamilie kommt und den Bildungsaufstieg erlebt, können strukturkonservative Studierende aus besserem Hause und linksorientierte Studierende aus alternativen, akademischen Milieus meist nur schwer nachvollziehen. Wer aus sogenannten „bildungsfernen Schichten“ kommt, und oder dessen Familie eine „Migrationsgeschichte“ hat, fühlt sich an der Uni oftmals sehr fremd. Umgeben von Studierenden mit anderen gesellschaftlichen Erfahrungen, oftmals auch mit mehr finanziellen Mitteln, haben es die 10% Studierenden aus Arbeiterfamilien oft nicht leicht. Dabei sind gerade Sie es die durch unkonventionelles Denken und neue Perspektiven die Hochschulen bereichern könnten.

Daher haben sich bereits seit einiger Zeit Studierende Arbeiterkinder an der Uni Münster politisch organisiert. Und zwar in einem autonomen Referat innerhalb des AStA´s. Das Referat für finanziell und kulturell benachteiligte Studierende, kurz fikuS-Referat, hält das Bewusstsein für die „Soziale Selektion“ im Bildungswesen wach und organisiert beispielsweise öffentliche Veranstaltung zu dem Thema. Doch wir helfen Euch auch ganz praktisch und setzen uns für bessere Beratung und finanzielle Hilfen im Studium ein.

Die Referenten stellen sich vor:

Richard Dietrich - Ich studiere Pädagogik und finanziere mich durch Deutschunterricht. War auf einer Sonderschule und danach auf der Hauptschule, habe daher die Milieuunterschiede und soziale Diskriminierung am eigenen Leib gespürt und will mich für eine gerechte Geselschaft, ohne Diskriminierung einsetzten.

Jan Erik Brühl – Ich studiere Pädagogik und setze mich besonders für die Verbesserung der sozialen Durchlässigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung ein. Diese beiden Systeme dürfen nicht getrennt voneinander gedacht werden.

Auf Facebook findet ihr uns unter: www.facebook.com/FikuSmuenster

Unsere Homepage: http://www.fikus-muenster.de/

 

Telefon:

+49 251 83 22286

E-Mail:

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Sprechzeiten:

 

Montag: 16:00 - 18:00   Jan Erik  
Dienstag:        
Mittwoch: 16:00 - 18:00   Richard  
Donnerstag:        
Freitag: