Hier findet ihr die neusten Berichte aus den Sportarten des Hochschulsports:

 

Quidditch

Die Münster Maurauders bei der Deutschen Quidditchmeisterschaft 2017

Am 2. Juni brachen wir Münster Marauders, das Quidditchteam des Hochschulsport Münster, dank der Unterstützung durch den Asta, zum zweiten Mal zu einem deutschlandweiten Turnier auf. Nach den Quidditch-Winterspielen im Januar war nun die Deutsche Meisterschaft an der Reihe, die vom 03.-04.06.2017 in Jena stattfand und bei der 21 Mannschaften gegeneinander antraten. Nach einigen Schwierigkeiten bei den Winterspielen, die uns dort zu einem vorzeitigen Ausstieg aus dem Wettbewerb gezwungen hatten, war es für dieses Turnier unser Ziel, bis zum Ende zu kämpfen und uns von unserer besten Seite zu zeigen. Obwohl uns das bereits am ersten Spieltag gelang, verloren wir die beiden Vorrundenspiele. Dies tat unserer Motivation jedoch keinen Abbruch, so hatte es sich bei einem der Gegner um das sehr starke Team aus Darmstadt gehandelt und gegen die Münchner Wolpertinger hatten wir nur knapp verloren. Nach diesen beiden ersten Begegnungen freuten wir uns einfach nur umso mehr auf weitere Spiele und waren neugierig, welche Gegner wir noch erwarten konnten. Leider musste das Turnier an diesem Samstag jedoch aufgrund von Unwettern frühzeitig abgebrochen werden. Auch der geplante Ausklang des ersten Spieltages mit einem gemeinsamen Grillfest auf dem Platz fiel buchstäblich ins Wasser, sodass wir uns früh in die Turnhalle zurückzogen, die unser Schlafplatz für das Wochenende war. Dadurch gingen wir den Abend jedoch ruhiger an als geplant und konnten am Sonntag gut ausgeruht in den zweiten und letzten Spieltag starten, an dem nun ähnlich starke Teams auf uns warteten. Der Sonntag begann für uns mit dem ersten Sieg, den wir in der Begegnung mit den Augsburg Owls erzielten. Es war ein knappes Spiel und wir wussten, dass uns noch zwei weitere spannende Matches bevorstanden. Das vorletzte Spiel bestritten wir gegen die Mannschaft aus Feuerbach, die wir mit 150*:40 besiegten. So hielten wir Einzug in das Spiel um Platz 13. Dies war mehr als wir anfangs zu hoffen gewagt hatten und wir waren schon vor Beginn des Spiels sehr zufrieden mit unserer bisherigen Leistung. Vor dem entscheidenden Spiel gegen die Braunschweiger Broomicorns stellten wir unsere Taktik spontan um, um auf die Spielweise des norddeutschen Teams möglichst vorteilhaft reagieren zu können. Dies war zwar eine Herausforderung, stellte sich jedoch als richtige Entscheidung heraus, da es zu Beginn ein recht ausgeglichenes Spiel war. Nach der 18. Minute und dem Auftreten des Schnatz zeigte sich jedoch unsere Erschöpfung und so gewannen schließlich die Braunschweiger mit 140:100*. Nichtsdestotrotz waren wir wahnsinnig glücklich mit dem 14. Platz, den wir also belegten, und konnten die letzten Spiele des Tages als zufriedene Zuschauer genießen. Zwar musste ein Teil der Marauders bereits anschließend den Rückweg antreten, doch die andere Hälfte feierte den Ausgang des Turniers auf der Abschlussparty. -Wir danken dem Asta herzlich, dass er uns erneut durch die finanzielle Unterstützung und die Bereitstellung von Fahrzeugen die Möglichkeit gegeben hat, an einem so tollen Turnier teilzunehmen. Es war wieder eine Freude, so vielen verschiedenen Teams zu begegnen. Wir sind gespannt auf ein baldiges Wiedersehen!

Judo

HSP-Judoka erkämpfen Bronze beim Jubiläumsturnier in Sheffield

Seit nunmehr 18 Jahren sind die Judo-Wettkämpferinnen und Wettkämpfer vom Münsteraner Hochschulsport regelmäßiger Gast beim internationalen Judo-Team-Turnier der Universität Sheffield. Mit bisher 11 Pokalsiegen haben sich die „Münster Monsters“ einen respektvollen Namen verschafft und trugen durch ihr Auftreten erheblich dazu bei, das Turnier mit mehr als 20 teilnehmenden Universitäten zu einem der größten Judo-Ereignisse in Großbritannien werden zu lassen. In diesem Jahr feiert die Universität Sheffield ihr 20-jähriges Turnierjubiläum und mit Unterstützung des AStA-Sportreferats und großer Motivation machten sich am vergangenen Wochenende 2 Kleinbusse mit 2 Münsteraner Teams auf den Weg in die Englische Metropole. Insgesamt 24 Teams aus England, Schottland, Wales, den Niederlanden und Deutschland wollten den begehrten Pokal erobern und mussten zunächst die Vorrunde mit jeweils 3 Pool-Kämpfen überstehen. Nicht nur diese Hürde überwanden beide Münsteraner Teams, sie zogen zudem in souveräner Manier in das Viertelfinale ein! Hier musste sich Münsters zweite Mannschaft gegen die späteren Finalisten aus Aachen nach hartem Kampf geschlagen geben. Münsters erste Mannschaft hingegen bekam eine unerwartete Chance zur Revanche. Waren die Monsters beim Turnier in Glasgow im November letzten Jahres noch dem Team der heimischen Strathclyde-Universität unterlegen, gelang ihnen nun mit einem klaren Sieg über die Schotten der Sprung ins Halbfinale. Dort jedoch wartete erneut ein harter Brocken, das mit Kader-Athleten unseres Nachbarlandes gespickte Team der Universität Nijmegen. Die Zuschauer in der Halle bekamen den wohl spannendsten Wettkampf des Turniers geboten und der Sieger hieß am Ende – Nijmegen. Münster jedoch eroberte mit seinem jungen Team nicht nur die Bronze-Medaille (und die Motivation zur erneuten Revanche im nächsten Jahr), auch die Trophäe für die beste Wurf-Technik ging an die Münster Monsters. Ulrich Heselhaus erhielt den Preis für den wohl spektakulärsten Wurf und einen Kampfentscheid nach nur 3 Sekunden. Das Siegertreppchen am Ende erklommen die Teams aus Nijmegen, vor Aachen und den beiden Drittplatzierten Münster und Edinburgh. Kleine Geschichte am Rande: Die von den Gäste-Teams präsentierte Europa-Flagge wurde mit großem Applaus bedacht. Der einhellige Wunsch aller Anwesenden war zu spüren, diese Art des internationalen Aufeinandertreffens fortzusetzen, denn es sind diese Begegnungen und das Miteinander, die Europa ausmachen und ein positives Gefühl der Zusammengehörigkeit hinterlassen. So waren am Ende die Ausblicke für das Sheffield-Turnier allerseits zuversichtlich und realistisch. Die gastgebende Universität wünscht sich für die Zukunft einen wachsenden internationalen Zuspruch und erhielt von den Münster Monsters die Zusicherung, in den nächsten Jahren das Siegertreppchen wieder ein Stückchen höher steigen zu wollen. Wettkampfteam der Uni Münster: Nina Könning, Elena Scheele, Pia Bartelt, Anna Stausberg, Katharina Ott, Thilo Titze, Finn-Frederic Bittscheidt, Ulrich Heselhaus, Yannick Renard, Christof Duhme, Sven Schröder, Micheal Lindemann, Bastian Peters, Patrick Hollenberg, Tobias Nauber, Basilio Arroyo, Pascal Przybyla, Thorsten Tuchen, Lothar Lagemann, Ingo Scholz (Coach).

Lacrosse

Bluesfest 2016: Münsteraner Lacrosser trotzen dem englischen Sommer und erkämpfen sich erste internationale Siege

Zum ersten Mal nahm ein komplettes Team aus Münster im Juni am Bluesfest 2016 teil und erkämpfte sich vor der beeindruckenden Kulisse der Londoner Skyline einen respektablen 11. Platz von 25 teilnehmenden Mannschaften. Der Turniermodus war mal ein ganz anderer: Auf acht Großfeldern einer riesigen Rugbyanlage wurden kurze, dafür sehr viele Spiele gegen zahlreiche Teams ausgetragen. Im englischen Dauerregen präsentierte sich das Team aus Münster mit zahlreichen Rookies, die erst seit einigen Monaten beim HSP-Lacrosse-Kursprogramm angefangen hatten, stark und auch mit der Mannschaftsleistung auf der Clubparty kann man mehr als zufrieden sein.
Mit von der Partie waren zudem drei der Münsteraner Damen, die das Team des Southampton University Ladies Lacrosse Club unterstützten.
Ein riesiges Dankeschön an Blues Lacrosse für ein großartiges Turnier und an das AStA-Sportreferat für die Finanzierung der Bullis, was die Reise erst ermöglicht hat. Die heitere Reisetruppe bedankt sich auch bei den aufopferungsvollen, kompetenten Fahrern, die sowohl im Rechts- als auch im Linksverkehr das Steuer in die Hand genommen haben und alle Spieler sicher an ihre Ziele brachten. Den Holländern danken wir zudem für das köstliche und vor allem dosenpfandfreie Bier!
Sticks up

 

Triathlon

Den Profis auf der Spur - Erfolgreiche Teilnahme des Hochschulsport-Radsportteams beim Münsterland Giro

Wenn der Wecker am Tag der deutschen Einheit für die Radfahrer des Hochschulsports Münster schon um 6:00 Uhr klingelt, ist wieder "Radsportfeiertag" im Münsterland.  Die Straßen im Münsterland gehören dann für einen Tag den rund 4.000 Teilnehmenden des größten Radsportrennens in Nordrhein-Westfalen. Dank der finanziellen Unterstützung des AStA-Sportreferats standen 30 Radsportler/innen für das Team des Hochschulsports an der Startlinie.  Sie nahmen die Stecken von 70, 110 und 140 Kilometer unter ihre Räder.

Für viele Hochschulsportler/innen war es die erste Teilnahme an einem Radrennen. Unter ihnen war auch Tanja Ehrhardt, die sich die 110 Kilometer Strecke vorgenommen hatte. "Ich war sehr aufgeregt, ja ich hatte sogar Angst vor diesem ersten Radrennen. Bei einem Rennen kann so viel passieren. Ich wusste nicht, ob ich überhaupt schnell genug für den Besenwagen bin." berichtet Tanja von ihren Gedanken vor dem Start. Nachdem sie die ersten Kilometer unter Anfeuerung der Zuschauer an der Straße hinter sich gebracht hatte, wich langsam die Nervosität. Mit hoher Geschwindigkeit rollte sie im großen Fahrerfeld Richtung Baumberge. "Hier kam jetzt die größte Hürde, der stärkste Anstieg hoch zum Longinusturm. Auch der lief für mich echt gut." erinnert sich Tanja, die auch einige männliche Kollegen am Berg stehen ließ. Die vielen Trainingskilometer unter der Begleitung der erfahrenen Hochschulsport-Übungsleiter hatten sich bezahlt gemacht. Mit noch immer leuchtenden Augen berichtet Tanja von den letzten Kilometern: "In Nienberge stiegen mir vor Freude aufs Ziel die Tränen in die Augen und ich holte noch mal alles raus, was noch ging. Ich hatte das Gefühl ins Ziel hineinzurasen und wurde vom Publikum gefeiert. Unbeschreiblich dieses tolle Gefühl."

Nach dem Rennen schauten sich die Radsportler/innen des Hochschulsports noch gemeinsam das Profi-Rennen an, das John Degenkolb in einem packenden Sprintfinale gewinnen konnte. Schnell war man sich einig, dass man auch im nächsten Jahr wieder beim Münsterland Giro dabei sein will.


Damit die Radsportler nicht unvorbereitet an den Start gehen müssen, bietet der Hochschulsport wieder für Anfänger und Fortgeschrittene Rennradkurse im Winter- und Sommersemester an. Gerade an kalten Wintertagen eignet sich das gemeinsame Training hervorragend, um den "inneren Schweinehund" zu überwinden und Kilometer zu sammeln, um fit über den Winter zu kommen. Im März besteht zudem die Möglichkeit, im Rahmen einer Sporttour eine Woche auf den Rennrädern Mallorca zu erkunden.

 

 

 

 

 

 Foto oben: Steffen Katter    Foto unten: Tobias Heide

 

 

 

Wudang Kung Fu

Wudang Kungfu Xuan Wu Pai Sommercamp 2016 in Scharbeutz

 

In den beim Hochschulsport angebotenen Wudang Kungfu-Kursen Ba Gua Zhang, Taiji Quan und Taiji-Schwert ist es in den Wochenkursen sowie in dem von Dong Weiji (Vertreter der 16. Generation des Wudang-Stils Xuan Wu) persönlich geleiteten Samstagskurs nicht nur möglich, Lockerheit und Flexibilität durch die Körperübungen der verschiedenen Kampfkünste zu erlernen:

Zusätzlich organisieren Dong Weiji und seine Frau Mi-Ae Cho seit vier Jahren das Wudang Kungfu Sommercamp, um die TeilnehmerInnen der verschiedenen Kurse in einer intensiven gemeinsamen Woche zusammenzuführen. Dadurch erhalten wir Trainierenden die Möglichkeit, das Trainings-Sommerloch des HSP zu nutzen, um uns im Wudang-Kungfu weiterzuentwickeln. Das Sommercamp ist für Fortgeschrittene und Anfänger bis hin zu Neugierigen, die ihre ersten Erfahrungen im Wudang Kungfu sammeln möchten, gleichermaßen geeignet. Ich möchte durch diesen Bericht über das Sommercamp 2016 allen Interessenten die Möglichkeit geben, ein Bild davon zu bekommen, was euch im Sommercamp erwartet. Aber Vorsicht: Wer sich einmal dazu entschließt mitzufahren, wird schnell süchtig und möchte Wudang Kungfu nie wieder verlassen.

 

Das Sommercamp findet immer in Scharbeutz statt, wo wir in einer gemütlichen Jugendherberge hervorragendes Essen genießen können. Wer sich an seine Schulzeit zurückerinnert, wird in diesem Moment stutzen – Jugendherberge? Hervorragendes Essen?-, doch bisher wurden wir immer durch eine gute Küche überzeugt. Die Teilnehmer kommen überwiegend aus den HSP-Kursen aus Münster. Die Anreise in diesem Jahr war besonders unkompliziert, da uns das Asta-Sportreferat drei Bullis zur Verfügung gestellt hat. In der Regel können zwischen 30 und 40 Menschen am Camp teilnehmen.

                Am Abend des ersten Anreisetags findet das erste gemeinsame Training statt. Bei gutem Wetter können wir uns dann am Sandstrand treffen, der nur einen Katzensprung von der Jugendherberge entfernt liegt; ansonsten hat die Jugendherberge aber auch eine eigene Sporthalle. Nun steht jeder vor der Qual der Wahl, was er oder sie im Camp erlernen oder vertiefen möchte. Shifu (das ist die chinesische Bezeichnung und Anrede für unseren Lehrer, Dong Weiji) bietet uns fünf Trainingsdisziplinen zur Auswahl: Ba Gua Zhang, Taiji Quan, Taiji-Schwert, Xingyi Quan und in diesem Jahr zum ersten Mal auch Taiji-Fächer.

                Die verschiedenen Kampfkünste sind von außen gut voneinander zu trennen: In Ba Gua Zhang geht es darum, in schnellen fließenden und vor allem kreisförmigen Bewegungen Schnelligkeit und Lockerheit zu erlangen. Die Taiji Quan-Übenden bewegen sich äußerst langsam. Zwar ist das Ziel bei Taiji Quan im Prinzip das gleiche wie beim Ba Gua, nämlich Ruhe, Lockerheit und Standfestigkeit zu erreichen, aber beim Taiji Quan ist die Trainingsmethode, jede Bewegung langsam und bewusst durchzuführen, um jede Spannung im Körper loslassen zu können. Drittens gibt es das Xingyi Quan, eine Disziplin, bei der es von außen am schwierigsten zu sehen ist, dass es unter anderem darum geht, dass die Trainierenden die Kraft nicht aus ihren Muskeln, sondern aus ihrer Lockerheit und Körperbeherrschung holen. Denn die bei dieser Kunst ausgeführten Schläge sehen kraftvoll aus und die Schritte sind laut wie ein Gewitter, weil die Trainierenden direkt nach der Bewegung wieder in eine stabile Position zurückfallen. Die Waffenformen enthalten Elemente aus allen drei oben genannten Grunddisziplinen.

                Wichtiger als die Unterschiede zwischen den einzelnen Kampfkünsten sind ihre Gemeinsamkeiten, die sie alle zu Disziplinen des Wudang Kungfu machen. Für alle Künste des Wudang Kungfu Xuan Wu Pai kommt es darauf an, einen lockeren Körper zu entwickeln und die Energie nicht aus Muskelspannung zu holen, sondern aus dem Zusammenspiel des ganzen entspannten Körpers. Mithilfe der Entspannung können wir Konflikte lösen. Dies trainieren wir in gemeinsamen Übungen, indem wir einander lockern und gegnerische Angriffe nicht durch eine größere entgegengesetzte Kraft  brechen, sondern vorbeileiten.

 

Die Gliederung der Tage im Camp lassen neben dem Training viel Raum für Freizeit. Jeder Tag beginnt morgens mit Qigong-Übungen zum Reinigen von Belastungen und zum Aktivieren der Kräfte für den weiteren Tagesverlauf. Mittags und nachmittags findet das Training in der Regel in den individuell gewählten Gruppen statt, wobei ein Nachmittag einer Theoriestunde vorbehalten ist. Ein zweiter Nachmittag ist frei. Aber auch an normalen Trainingstagen bleibt viel Raum für Freizeit. Beliebt sind ein Gang zum nahegelegenen Strand, in die Stadt Scharbeutz, um die nächste Eisdiele zu besuchen, und Spiele in jeder Form. Wir können dabei von der unglaublichen Vielfalt an dem schöpfen, was die anderen Teilnehmer so mitbringen, wobei diverse Kartenspiele, Jonglierbälle, Slacklines und Frisbees nur Beispiele sind. Vor allem haben wir dabei die Möglichkeit, uns untereinander kennenzulernen. Bemerkenswert finde ich persönlich, dass sich im Unterschied zu anderen Reisen keine klassischen Untergruppen bilden, die gut miteinander zurechtkommen, aber von den anderen nichts wissen möchten. Das Treffen im Sommercamp gleicht eher einer großen harmonischen Familie, wo jeder schnell Fuß fasst, egal wie viele Menschen er oder sie vorher kennt und wie lange er oder sie schon dabei ist.

                Zum Schluss kann man dann auf eine erlebnisreiche Woche zurückblicken, voller neu gelernter oder vertiefter Übungen, gemeinsam erlebten Erfahrungen und gemeinsamen Abenden. Im letzten Training wird die Woche durch die ungezwungene Vorführung der Einzelgruppen abgerundet, in der ein Eindruck des Gelernten vermittelt wird. In einem gemeinsamen Grillabend klingt dann die viel zu schnell vergangene Woche aus. Am nächsten Tag geht es schließlich zurück in die Heimat, wobei die Rückreise nicht nur bedeutet nach Hause zurückzukehren, sondern auch, ein neu gewonnenes zu Hause an der Ostsee zu verlassen. Allerdings bleibt die Woche im Sommercamp nicht nur eine Erinnerung, denn wenig später treffen wir uns in den HSP-Kursen wieder, um umso motivierter das Erlernte gemeinsam zu vertiefen.

Quidditch

Die Münster Marauders bei den Deutschen Quidditch-Winterspielen in München


Am Wochenende vom 14.-15.01.2017 fanden in München die ersten Deutschen Quidditch-Winterspiele stand. Dank der finanziellen Unterstützung und der Bereitstellung von Bullis durch den Asta, war es auch uns Münster Marauders, dem Quidditch-Team des Münsteraner Hochschulsports, möglich, daran teilzunehmen. Die Winterspiele dienen als Qualifikation für den European Quidditch Cup, der in diesem Sommer in Belgien stattfindet und bei dem die drei besten deutschen Teams antreten dürfen.

 

Nachdem unsere Mannschaft im April gegründet worden war, hatten wir schon einige Erfahrungen bei Freundschaftsspielen und der NRW-Liga Ende letzten Jahres sammeln können. Doch nun eröffnete sich uns die Möglichkeit, uns nicht nur mit Teams aus Nordrhein-Westfalen, sondern mit Mannschaften aus ganz Deutschland zu messen. Bei Schnee und Eis gaben wir am Samstag 14.01. zunächst in der Vorrunde gegen drei der 17 weiteren Teams unser Bestes und zeigten dort, dass wir zwar (noch ;-)) nicht zu den besten Teams gehören, aber dass wir uns seit der NRW-Liga ungemein gesteigert hatten. Am nächsten Tag wurden basierend auf den Ergebnissen der Vorrunde alle Plätze ausgespielt,
sodass wir nun die Chance auf spannende Spiele mit ungefähr gleichstarken Gegnern erhielten. In dem ersten Spiel am Sonntag gegen die Jena Jobberknolls konnten wir auch wirklich zeigen, was in uns steckt, und gewannen das Match. Wie am Tag zuvor, kam es zum Teil wetterbedingt zu Verletzungen einiger Spieler, sodass wir unser zweites Spiel des Tages mit einem kleineren Kader beginnen mussten. Leider verletzten sich in diesem Spiel zwei
weitere Spieler, was zur Folge hatte, dass wir dieses sowie alle folgenden Spiele aufgeben mussten. Diese Entscheidung fiel uns nicht leicht, so waren nicht unbedingt die ausfallenden Spieler der Grund der Entscheidung, sondern viel mehr, die entstandene Schwierigkeit, eine der beim Quidditch grundlegenden Regeln einhalten zu können. Da Quidditch ein geschlechtergemischter Sport ist, dürfen von den fünf/sechs Spielern, die pro Team auf dem
Feld stehen, maximal vier das gleiche Geschlecht haben. Wir Marauders sind eine Mannschaft mit vielen weiblichen Spielern, sodass es uns ohnehin oft schwerfällt, diese Regel zu erfüllen. Die Verletzungen dreier männlicher Spieler taten am letzten Spieltag ihr Übriges und ließen uns leider keine andere Wahl als aufzugeben.



Obwohl wir die insgesamt drei aufgegebenen Spiele offiziell verloren hatten, konnten wir den 16. Platz belegen und sind uns sicher, dass wir, wenn wir im Sommer zu der Deutschen Meisterschaft fahren, bei besserem Wetter und hoffentlich mehr männlicher Beteiligung wirklich zeigen können, was in uns steckt. Wir wissen bereits, dass wir durchaus Potenzial haben und werden unsere Fähigkeiten nicht nur in den kommenden Trainings, sondern auch
in weiteren Freundschaftsspielen und der zweiten NRW-Liga im Frühjahr weiter ausbauen. Die Winterspiele waren schon mal eine erste tolle Gelegenheit, sich mit Teams aus dem ganzen Land zu messen und trotz des vorzeitigen Ausstiegs aus dem Turnier hatten wir großen Spaß die anderen Mannschaften kennenzulernen.

Wir danken dem Asta noch einmal ganz herzlich für die Unterstützung!

end faq