2012-03-03: Keinen Meter den Nazis

Am 3. März wollen Nazis durch Münsters Straßen marschieren und ihre menschenverachtende Ideologie propagieren. Bereits 2006 verhinderten Blockaden von Anwohner_innen und antifaschistischen Initiativen einen Versuch von Nazis durch das Hansaviertel zu ziehen. Nach wenigen Metern hatte es sich ausmarschiert. Die Straße war von vielen hundert Menschen besetzt, gemeinsam wurde so der Naziaufmarsch verhindert.

Seit Kurzem versucht sich in Münster eine kleine Gruppe von „Nationalen Sozialisten“ zu etablieren, bislang ohne nennenswerten Erfolg. Auch für den geplanten Aufmarsch im März werden sie wieder auf Unterstützung von außerhalb angewiesen sein. Bei dieser Gelegenheit gilt es an den antifaschistischen Erfolg von 2006 anzuknüpfen und den Nazis zu zeigen, dass es auch zukünftig eine verdammt schlechte Idee ist, zu versuchen, Nazi-Propaganda in Münster zu verbreiten, denn Faschismus ist keine Meinung sondern, ein Verbrechen !

Gegen Nazis in Münster …

In Münster haben es Nazis schwer öffentlich aufzutreten. Hier gibt es viele antifaschistische und zivilgesellschaftliche Initiativen und Menschen, so dass die Neonazis im Alltag auf Widerstand stoßen.

Wir wollen erst gar nicht, dass sich in Münster eine Nazi-Szene etabliert. Dort, wo sich Nazis erst einmal breit gemacht haben, stellen sie eine konkrete Gefahr für all jene dar, die nicht in ihr Weltbild passen. Nicht nur die Morde der Zwickauer Terrorzelle zeigen, dass Nazi-Ideologie immer Terror und Gewalt heißt. Seit 1990 wurden in Deutschland 182 Todesopfer rechter Gewalt gezählt. Jeden Tag werden Menschen aus rassistischen und rechten Motiven geschlagen, erniedrigt und bedroht. Oft werden diese Fälle von Polizei, Verfassungsschutz und Politik verharmlost oder ignoriert.

…und gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung überall

Antidemokratische, rassistische, antisemitische und sozialdarwinistische Einstellungen finden sich aber nicht nur bei Nazis, sondern stoßen auch in
der gesamten Bevölkerung auf teilweise große Zustimmungswerte. Der Beifall, den Thilo Sarrazin für seine Hetze gegen Migrant_innen und ALG II-Empfänger_innen bekommen hat, ist nur ein Beispiel von vielen.

Die alltäglichen Abschiebungen und Schikanen staatlicher Behörden gegen hier lebende Migrant_innen sind Formen von institutionalisiertem Rassismus und Ausgrenzung. Gerade in Zeiten von sich verschärfenden sozialen Verhältnissen und wirtschaftlichen Krisen finden ausgrenzende und rassistische Positionen Gehör. Immer dann, wenn rassistische, antisemitische und sozialdarwinistische Antworten auf die soziale Frage gegeben werden, müssen wir dem gemeinsam die Idee einer solidarischen Zukunft entgegensetzen.

Gemeinsam gegen Nazis

Am 3. März wollen wir gemeinsam mit vielen Menschen dafür sorgen, dass die Neonazis keinen Meter laufen. Wir wollen dieses Ziel in gemeinsamen Aktionen erreichen. Wir sind solidarisch mit allen, die sich den Neonazis und ihrer rassistischen Hetze entgegen stellen. Wir werden den Neonazis zeigen, dass wir sie weder in Münster noch anderswo dulden.

Keinen Meter den Nazis in Münster!
Gemeinsam gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung!


Aktionskonsens

- Wir sind entschlossen, den Naziaufmarsch am 3. März 2012 in Münster zu verhindern.

- Wir wollen das in gemeinsamen Aktionen erreichen.

- Wir sind solidarisch mit allen, die sich den Nazis und ihrer rassistischen Hetze entgegen stellen.

- Wir werden den Nazis zeigen, dass wir sie weder in Münster noch anderswo dulden.

- Um den Naziaufmarsch zu verhindern, setzen wir auf das Mittel der Blockaden, an denen jeder und jede teilnehmen kann. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen.

- Egal, wo wir herkommen – geografisch, politisch und sozial: Wir lassen den Nazis keinen Meter!



Weitere Informationen unter: http://keinenmeter.noblogs.org

2012-04-04: Internationale Urankonferenz am 4.Februar in Münster

Im letzten Jahr wurde viel über Atompolitik diskutiert, die Bundesregierung
verkündete groß einen "Atomausstieg". Trotzdem laufen die Atomanlagen in der
Region wie die Uranfabriken in Gronau und Lingen weiter, weltweit werden neue
Atomkraftwerke geplant.
*Der Anfang allen Übels: Uran. *Das Element ist der Rohstoff für die
Brennelemente für Atomkraftwerke. Der Abbau und die Anreicherung von Uran sind
Auslöser für extreme Umwelt- und Gesundheitsrisiken, oft wird in Uranminen unter
menschenunwürdigen Bedingungen gearbeitet. Am 4. Februar kommen in Münster
Expert*innen und Interessierte zusammen, um über Neuigkeiten, Strategien und
Konzepte im Streit gegen die Uranindustrie zu beraten. Im Mittelpunkt werden der
weltweite Uranabbau, die Uranverarbeitung, die Urananreicherung sowie die
Brennelemente-Fertigung stehen. Mehr dazu und Anmeldung unter:
www.urankonferenz2012.de

2012-01-23: Keine BAföG Erhöhung geplant – Kritik vom AStA

Am Mittwoch hat das Bundeskabinett den 19. Bafög-Bericht verabschiedet. Obwohl er noch nicht öffentlich zugänglich ist, zeichnet sich doch bereits ab, dass dieses Jahr auf die Forderung nach einer Erhöhung der Bedarfssätze verzichtet wird.
Der AStA der Uni Münster kritisiert den sich abzeichnenden Verzicht auf eine Anhebung der Freibeträge und der Bedarfssätze. „Das BAföG ist das stärkste direkte Mittel, das die Ministerin und die Bundesregierung haben, um wirkliche Chancengleichheit an den Hochschulen herzustellen. Wenn dennoch keine Bereitschaft da zu sein scheint, zumindest dafür zu sorgen, dass Bafögempfängerinnen und –empfänger einen Inflationsausgleich erhalten, lässt dies keine positiven Rückschlüsse auf die bildungs- und gesellschaftspolitischen Absichten der schwarz-gelben Regierung zu“, so Yannick Brandenburg, Referent für Hochschulpolitik.
Die letzte BAföG-Erhöhung, die eine Steigerung von 2% bei den Bedarfssätzen und 3% bei den Elternfreibeträgen mit sich brachte, liegt nun auch schon zwei Jahre zurück; nicht einmal zusammen mit der 2008 in Kraft getretenen Anpassung um etwa 10% konnte die Preissteigerung seit der letzten Erhöhung im Jahr 2001 ausgeglichen werden.
Der AStA fordert Bund und Länder ausdrücklich dazu auf, zum Wohl der Studierenden die Bedarfssätze anzuheben und, um für ein gerechtes Ausbildungsförderungssystem zu sorgen, das Bafög elternunabhängig zu gestalten.

2011-12-12: Kritik der Bevölkerungsbiologie - heute!

Der AStA der Uni Münster führt zwei aufeinander aufbauende Veranstaltungen zur Kritik der Bevölkerungsbiologie durch. Am 12. Dezember referiert der Journalist Michael Billig über die Rassenhygieniker an der Uni-Klinik Münster nach 1945. Eugeniker und Bevölkerungsbiologen, die an der rassenhygienischen Sterilisierungs- und Vernichtungspolitik der Nazizeit aktiv beteiligt waren, wurden nicht nur Dekane an der Uni-Klinik, sondern trugen zum Teil auch dazu bei, dass die Ideologie der Eugenik auch nach 1945 in Deutschland und weltweit Verbreitung fand.
Daran anschließend wird am 19. Dezember auf die Quellen Thilo Sarrazins eingegangen. Sarrazin selber ist ja weder Mediziner, noch Begabungsforscher, Entwicklungspsychologe, Genetiker oder Genealoge. In seinen Quellen bezieht er sich auf Wissenschaftler, die ihrerseits auf deutlich rassistische Magazine wie „Mankind Quarterly“ zurückgreifen, einem Magazin, welches vom Nazi Verschuer mitgegründet wurde, womit sich der Zusammenhang zur ersten Veranstaltung hergestellt ist.
Die Veranstaltungen finden statt im Occupy-Camp, Servatiiplatz, passend unter der Paul Wulf Statue.

2011-12-07: Ergebnisse der Wahlen

Die Wahlen an der Universität Münster sind gelaufen.

Etwa 20% aller Wahlberechtigten haben von ihrem Stimmrecht gebrauch gemacht, was etwa dem Niveau des Vorjahres entspricht. Die Wahlbeteiligung zu steigern bleibt somit auch im kommenden Jahr eine zentrale Aufgabe aller Vertreterinnen und Vertreter der verfassten Studierendenschaft.

Hier könnt ihr die Wahlergebnisse der Wahlen zum Studierendenparlament sehen, hier das zu den Fachschaftsvertretungen und abschließend das Ergebnis der Wahlen zur Ausländischen Studierendenvertretung.

2011-11-30: 3. Tag der Wahl

Heute ist der dritte Tag der Wahl. Bis Freitag, 16 Uhr, habt ihr noch Zeit eure Stimme für das Studierendenparlament, den Fachschaftsvertretungen und der Ausländischen Studierendenvertretung (sofern ihr eine ausl. Staatsangehörigkeit habt) abzugeben.

Die Whalbeteiligung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. So haben bis gestern 18 Uhr 8,51% aller Stimmberechtigten von ihrem Wahlrecht gebrauch gemacht.

Da geht aber noch viel mehr: Wenn ihr noch nicht gewäht habt, dann holt das doch am besten heute noch nach und sagt euren Leuten, dass sie auch noch wählen gehen sollen.

Nur mit einer Studierendenvertretung, die sich auf eine breite Legitimation der Studierendenschaft stützen kann, kann nachhaltig für eure Interessen kämpfen.

Hier ist nochmal unser Wahlaufruf-Video:

2011-11-28: Wahlen in dieser Woche

In der Woche vom 28.11 bis zum 02.12. finden die Wahlen zum 54. Studierendenparlament statt, sowie die Wahlen zu den Fachschaftsvertretungen und der Ausländischen Studierendenvertretung (ASV). Eine hohe Wahlbeteiligung ist wichtig, da die Vertreter_innen in den Gremien nur mit einer hohen Legitimation der Studierendenschaft ihren Ideen und Forderungen Nachdruck verleihen können.

Deshalb: Geht bitte wählen. Wahlurnen findet ihr in vielen Instituten, sowie in den Mensen.

Der AStA der Universität Münster hat deshalb einen Wahlspot erstellt, den ihr hier anschauen könnt.
Weitere Informationen zur Wahl erhaltet ihr unter www.stupa.ms. Die offizielle Wahlbekanntmachung könnt ihr unter: http://www.stupa.ms/images/stupa/Ausschuesse/zwa/zwa2011/wahlbekanntmachung_2011.pdf nachschlagen.

2011-11-15: Abschiede - Spielfilm online

Nach vier intensiven Jahren ist der fünfte und letzte Kurzfilm des Projekts »ABSCHIEDE« fertiggestellt. Damit ist nun der gesamte 80-minütige Spielfilm vollendet und kann im Internet unter http://abschiede.com angesehen werden.

Entstanden ist ein unkonventioneller Spielfilm, der in fünf Episoden eindrucksvolle Geschichten von Trauer, Hoffnung und Neuanfängen erzählt. Strukturiert wie ein Lebenszyklus lässt der Film den Zuschauer durch verschiedene Lebensphasen streifen: Von der neunjährigen Maria bis hin zum
72-jährigen Luther. Dabei beleuchten die fünf Episoden das Thema Abschied aus verschiedenen Blickwinkeln und werden durch eine gemeinsame Grundstimmung vereint.

Diese Film wurde durch die ASten der letzten Jahre unterstützt und wir sind sehr erfreut, so einen starken Film sehen zu können.