AStA lädt alle Studierenden zur Vollversammlung ein
Mittwoch, den 04. Juni 2008 um 00:10 Uhr
Der AStA lädt alle Studierenden ein, sich am Donnerstag, 05. Juni, ab 16 Uhr auf dem Schlossplatz zu versammeln um über die folgenden Themen zu beraten:
1. Studiengebühren und Neuauflage eines Boykotts
2. Prüfungsprobleme im Lehramt und der Master of Education
Für die Dauer der Vollversammlung sind alle Studierenden offiziell von ihrer Anwesenheitspflicht befreit (Rektorin Nelles)
Im Vorfeld der Vollversammlung (VV) gemäß §16 Satzung der Studierendenschaft findet ab 14.00 Uhr eine Demonstration zu den Themen der VV statt.
Startpunkt ist Hauptbahnhof/Ecke Windthorststraße.
Erläuterungen zur Vollversammlung:
Warum schon wieder gegen Studiengebühren?
Die Argumente gegen Studiengebühren bleiben die Gleichen: Studiengebühren sind sozial selektiv und wirken auf viele abschreckend, die Studierendenzahlen sinken, durch zusätzliche Arbeit steigt der Stress der Studierenden. Neu hinzu kommt die Erkenntnis, dass die Gebühren überwiegend genutzt werden um Haushaltslöcher zu stopfen und keine deutliche Verbesserung der Lehre bringen. Bildung muss als Menschenrecht allen unentgeltlich zur Verfügung stehen. Trotzdem gibt es weiterhin Kindergarten- und Studiengebühren.
An der Uni Münster wird der Senat im Wintersemester 08/09 erneut über Studiengebühren entscheiden – auch über deren Höhe. Die bisherige Satzung wurde auf zwei Jahre befristet.
Die Mehrheit der Studierenden wollte in einer Urabstimmung einen erneuten Studiengebührenboykott, jetzt habt ihr die Möglichkeit, auf der Vollversammlung zu entscheiden, ob er durchgeführt werden soll. Wir sollten selber versuchen, die Gebühren wieder abzuschaffen und nicht auf andere warten.
Für studierbare Studiengänge!
Gerade in den Lehramtsstudiengängen geht es im Moment drunter und drüber. Statt wie bisher drei Monate für 10 Prüfungen zu haben, müssen viele Studierende sie jetzt in zwei Wochen leisten. Die Verantwortlichen sind mit der Umstellung auf ein auch im August beginnendes Referendariat überfordert und kümmern sich nicht um die Zeit, die Studierende zum Lernen haben. Wir fordern genug Zeit für Prüfungsvorbereitungen.
In den neuen Bachelor-Studiengängen weigern sich einige Dozenten, die Noten in das Online-System QUISPOS einzutragen, was zu einer Verlängerung der Studiendauer führen kann. Wir fordern die Dozenten auf, umgehend alle Noten einzutragen.
In vielen Studiengängen ist es immer noch nicht geklärt, wer nach dem Bachelor einen Master machen darf. Diese Zustände sind unhaltbar. Weil Bildung ein Menschenrecht ist und jede und jeder selbst über seine Zukunft entscheiden sollte, fordern wir einen Zugang zum Master für alle. Gerade für die jetzt fertig werdenden 2Fach-Bachelor muss ein reibungsloser Übergang zum „Master of Education“ gewährleistet werden. Dazu müssen die Kapazitäten am Institut für Erziehungswissenschaften ausgebaut werden.



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