Studentische Kultur und Selbstverwaltung haben Daseinsberechtigung

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Der Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Universität Münster und die Fachschaften Soziologie und Politik haben sich mit guten Konzepten für den Erhalt von Selbstverwaltung und studentischer Kultur eingesetzt – mit Erfolg.

Vor kurzem trafen sich die AStA-Vorsitzende Ninja Schmiedgen, Mitglieder der Fachschaften Politik und Soziologie und das Rektorat, vertreten durch Rektorin Ursula Nelles und Prorektorin Marianne Ravenstein, auf Anregen des AStA zu einem gemeinsamen Gespräch, um über die weitere Zukunft der Baracke zu diskutieren. „Wir hatten dem Rektorat signalisiert, dass wir studentische Selbstverwaltung und Kultur für unerlässlich halten und konnten glaubhaft machen, dass wir sinnvolle und verantwortungsvolle Ansätze für ein Kulturkonzept erarbeiten. Dies bewog die Universitätsleitung offenbar dazu sich weiter mit dem Thema Baracke zu beschäftigen“, erläutert AStA-Vorsitzende Ninja Schmiedgen die letzten Gespräche zwischen dem AStA und Rektorat.


In deren Vorfeld hatte es bereits mehrere Räumungstermine für die Baracke gegeben, die durch AStA und auch Fachschaften hatten verschoben werden können. „Wir haben gemeinsam hinreichend deutlich gemacht, welch großes Interesse wir an der Baracke und an der dortigen Beheimatung der Fachschaften und studentischer Kultur haben und welche Möglichkeiten wir sehen“, erklärt Tim Ackermann von der Fachschaft Soziologie, warum von einer Räumung abgesehen wurde. Außerdem hatte sich der Senatsausschuss für Kunst und Kultur unter Leitung von Prof. Thomas Hoeren für die Baracke ausgesprochen. „Hierauf haben wir intensiv eingewirkt und sind auf offene Ohren gestoßen. Außerdem haben wir im Ausschuss eine Stellungnahme eingebracht und erreicht, dass sich der Ausschuss breit und grundsätzlich für studentische Kultur, aber auch die Selbstverwaltung ausspricht“, erinnert sich Katharina Ochsendorf von der Fachschaft Politik an den Kontakt zwischen Fachschaften und Kulturausschuss.

Das Rektorat hatte den Ausschussvorsitzenden nach dessen Bekenntnis zur Baracke um ein Konzept für die Nutzung des Hauses an der Scharnhorststraße gebeten, dass allerdings offenbar nicht überzeugen konnte. „Um eine Räumung zu verhindern hatte der AStA hiernach erneut interveniert und gute Ansätze präsentiert, um die studentische und kulturelle Vielfalt der Baracke zu erhalten, aber gleichzeitig für konstante Bedingungen zu sorgen, was der Universität sehr wichtig war“, sagt Ninja Schmiedgen und führt aus: „Offenbar haben wir von der Seriosität und dem Willen unserer Absichten überzeugen können und damit die Vorbehalte des Rektorates ausräumen können. Frau Nelles sagte uns zu, dem AStA Räumlichkeiten für studentische Kultur zu überlassen, und die Verwaltung verhandelt nun über das Fortbestehen der Baracke oder einen Neubau an gleicher Stelle. Wir sind sehr erleichtert, dass unsere umfangreiche Arbeit offenbar belohnt wird. Gemeinsam haben AStA und Fachschaften viel für den Erhalt von bundesweit einzigartiger Kultur erreicht. In Zeiten, wo die Arbeit von verfassten Studierendenschaften immer wieder zu Unrecht in Frage gestellt und beschnitten wird, ist heute definitiv ein guter Tag für die studentische Selbstverwaltung.“

Der AStA wird, wenn ihm die Nutzungsrechte des Kulturraumes übertragen wurden, den Fachschaften Soziologie und Politik anbieten, ihre Fachschaftsarbeit weiterhin dort fortzuführen. Außerdem sind weitere Nutzungen, beispielsweise durch das Studierendenparlament, denkbar. „Außerdem werden wir ein umfangreiches Kulturangebot in der Baracke weiterhin begleiten und die Bedingungen für Kulturschaffende attraktiv gestalten“, sagt Andy Strauß, AStA-Kulturreferent.

 

Zum Weiterlesen: Pressemitteilung der Uni vom 23. Juli 2008

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