Der „vernünftige Grund“ im Tierschutzgesetz
Freitag, 07. Dezember 2018, 10:00 Uhr - 16:00 Uhr
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Das deutsche Tierschutzgesetz regelt insbesondere die Tierhaltung, die Tötung von Tieren, Eingriffe und Versuche an Tieren sowie die Zucht von und den Handel mit Tieren. Es stellt die Nutzung von Tieren in vielen Fällen unter einen Genehmigungs- und Erlaubnisvorbehalt. Dies gilt unter anderem auch für die Genehmigung von Tierversuchen. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Begriff des „vernünftigen Grundes“ zu. §1 TierSchG bestimmt, dass niemand „einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen“ darf. Nach § 17 wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer „ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet“.

Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung der Rektoratskommission für tierexperimentelle Forschung der WWU Münster und des Centrums für Bioethik der WWU werden am 7. Dezember 2018 Expertinnen und Experten den Begriff des „vernünftigen Grundes“ insbesondere mit Blick auf die tierexperimentelle Forschung diskutieren.

Zu Wort kommen die Perspektiven des Rechts und der Ethik, der tierversuchsbasierten Forschung sowie des Tierschutzes. Ihre Teilnahme zugesagt haben

Roman Kolar (Leiter der Akademie für Tierschutz, Deutscher Tierschutzbund, München)

Dr. Christoph Maisack (Landesbeauftragter für Angelegenheiten des Tierschutzes, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Wiesbaden)

Prof. Dr. Rainer Nobiling (Institut für Physiologie und Pathophysiologie, Universitätsklinikum Heidelberg)

Prof. Dr. Ursula Wolf (Lehrstuhl für Philosophie II, Philosophisches Seminar, Universität Mannheim)

Ort Hörsaal JO1 (Johannisstraße 4)