Fachschaften

Eigentlich bezeichnet man mit Fachschaft alle Studierende eines Faches. Was man aber gewöhnlich "Fachschaft" nennt, sind deren gewählte Vertreter (etwa vergleichbar mit der Schülervertretung an einer Schule). Einmal im Jahr (im November) steht zusammen mit der Wahl zum Studierendenparlament die Wahl der Fachschaftsvertretung (FSV) ins Haus. Diese besteht - je nach Anzahl der Hauptfachstudierenden - aus elf oder 15 Mitgliedern und wählt auf einer konstituierenden Sitzung ihr Exekutivorgan: den Fachschaftsrat (FSR). Eben dieser Fachschaftsrat wird gemeinhin als "Fachschaft" bezeichnet. Zur Zeit gibt es an der Uni Münster 49 dieser Fachschaften, manche vertreten weniger als 200 Haupt- und Nebenfachstudierende, andere mehr als 5000.

Die Fachschaft kümmert sich um fast alles, was das Studiherz begehrt: Studienberatung, Verkauf oder Ausleihe von Skripten und Klausuren, Erstsemester-Einführungen, Partys, Vorlesungsevaluationen und und und...

Allgemein werden sie insbesondere als Service-Stellen geschätzt. Dass eine weitere zentrale Aufgabe jedoch auch in der Vertretung der Studierenden gegenüber den Lehrenden, dem AStA usw. besteht, wird weitaus weniger wahrgenommen. Oftmals sind es auch Fachschaftsmitglieder, die in den universitären Gremien wie dem Fachbereichsrat oder dem Institutsvorstand studentische Interessen wirkungsvoll vertreten, sei es bei neuen Studienordnungen oder bei Berufungen von neuen Professoren; diese Arbeit findet aber zumeist leider eher im Stillen statt.

Normalerweise trifft sich jede Fachschaft einmal pro Woche zur sogenannten Fachschaftssitzung. Diese ist offen, das heißt daran kann jede und jeder interessierte Studierende teilnehmen.