Projektstelle Antifaschismus

besetzt durch Carolin Kainka

 

Der sogenannte Rechtsruck hat es in den letzten Jahren geschafft, sich auf globaler, nationaler und regionaler Ebene zu vergegenständlichen. Er zeigt sich täglich in rechtem Terror und Diskriminierung gegenüber Minderheiten, genauso wie in der gesamtgesellschaftlichen Diskursverschiebung nach rechts. Rechtsradikale Positionen werden sagbar gemacht und normalisiert. Dies passiert nicht hinter verschlossenen Türen, sondern äußert sich an Stammtischen, in Schulen, auf der Arbeit oder eben an der Universität. Diesem Hass und der dahinterstehenden Ideologie gilt es überall entschlossen entgegenzutreten.

 

Ganz nach dem Diktum Max Horkheimers ist der Faschismus dabei jedoch gerade nicht wider die bürgerliche Gesellschaft, sondern unter bestimmten historischen Bedingungen ihre konsequente Form. Um der Gefahr des Faschismus angemessen zu begegnen, gilt es deshalb einen gesamtgesellschaftlichen Blick einzunehmen und Themen wie Sexismus, Antisemitismus, Rassismus, Klassismus oder Klimawandelleugnung, nicht getrennt, sondern zusammenzudenken.

 

Mit Bildungsveranstaltungen, Informationsmaterialien und Vernetzungsarbeit will die Projektstelle deshalb einen Beitrag leisten, die öffentliche Auseinandersetzung mit den Themen im Kontext der Universität voranzutreiben, verborgene und gefährliche Strukturen offenzulegen und für politische Emanzipation und konsequenten Antifaschismus einzutreten.